Junge Industrie: Behaltefrist ist überfällig

Wien (OTS) – Die Junge Industrie (JI) begrüßt den Vorstoß von
Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl, die dritte Säule des
Pensionssystems steuerlich attraktiver zu gestalten. Nach der Reform
bei der gesetzlichen Pension sollen Steuerbegünstigungen bei der
privaten Vorsorge folgen.

„Das ist genau die Richtung, die wir seit Jahren einfordern“,
sagt JI-Bundesvorsitzender Eduard Fröschl. „Wer jahrzehntelang für
die eigene Pension anspart, muss steuerlich davon auch profitieren.
Die Abschaffung der Behaltefrist 2012 war ein grober Fehler – ihre
Wiedereinführung ist längst überfällig.“

Für die Junge Industrie ist eine Behaltefrist eine Frage der
Generationengerechtigkeit und des Standorts: Langfristiges
Beteiligungskapital finanziert Investitionen österreichischer
Unternehmen. Gleichzeitig entlastet dieses ein umlagefinanziertes
Pensionssystem, das demografisch unter massivem Druck steht. „Jene,
die das System am stärksten tragen, haben derzeit die schwierigsten
Anreize, privat vorzusorgen. Das ist ökonomisch widersinnig“, so
Fröschl.

Innerhalb der Regierung gibt es beim Thema private Altersvorsorge
unterschiedliche Zugänge. Die Junge Industrie appelliert an alle
Regierungsparteien, das Fenster jetzt zu nützen: „Ankündigungen haben
wir viele gehört. Was es braucht, ist ein konkreter Zeitplan und eine
Umsetzung noch in dieser Legislaturperiode. Wir bieten unsere volle
Unterstützung an – aber wir werden die Bundesregierung auch daran
erinnern“, so Fröschl abschließend.