Wien (OTS) – Damit der Schulstart gut gelingt, muss natürlich auch
die Schultasche
passen. Auch wenn Kinder oft eine klare Wunschvorstellung vom
Aussehen ihrer Schultasche haben, ist deren Funktionalität mindestens
genauso wichtig. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat im
Rahmen eines internationalen Gemeinschaftstests 13 Modelle für
Volksschulkinder getestet – mit Fokus auf Haltbarkeit, Sichtbarkeit
und Praxistauglichkeit. Das Ergebnis ist erfreulich: Die Mehrheit der
Modelle wurde mit „gut“ benotet, schlechter als „durchschnittlich“
schnitt keine Schultasche ab. Dennoch gibt es im Detail Unterschiede
zwischen den Modellen, nicht zuletzt preislich. Die Details zum Test
gibt es auf www.vki.at/schultaschen-2026 sowie ab dem 30.08.2026 in
der August-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.
Schwächen bei der Sichtbarkeit
Für eine gute Schultasche muss man aktuell mit rund 300 Euro
rechnen. Doch auch zwei preisgünstigere Modelle um 100 bzw. 190 Euro
fielen im Großen und Ganzen positiv auf. Preis-Leistungs-Sieger ist
eine getestete Schultasche von Oxybag. Sie zeigt zwar Schwächen bei
der Sichtbarkeit im Straßenverkehr und erhielt auch bei der
Wasserdichtheit nur eine „durchschnittliche“ Bewertung. Im Praxistest
fiel das Modell jedoch nicht zuletzt aufgrund seines geringen
Gewichts positiv auf. Insgesamt zeigten sich im Test die größten
Schwächen bei der Sichtbarkeit. Bei diesem Prüfkriterium mussten
sieben von 13 Schultaschen Abstriche hinnehmen. Das schlechteste
Ergebnis erzielte hier das getestete Modell von Lego Ninjago,
insgesamt erhielt es aber dennoch eine „durchschnittliche“ Bewertung.
„Um Schultaschen besser sichtbar zu machen, schadet es generell
nicht, mit zusätzlichen Reflektoren nachzuhelfen. Denn Schulanfänger
schätzen Gefahren im Straßenverkehr oft noch nicht richtig ein. Umso
wichtiger ist es, dass sie auch bei schlechten Sichtverhältnissen für
Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sind“, betont VKI-Projektleiter
Christian Undeutsch.
Praxistest mit Schulkindern
In einem Praxistext, der rund ein Drittel zur Benotung beitrug,
beurteilten Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren die
Schultaschen bei halber (ca. 2 kg) und bei voller Beladung (ca. 4 kg)
. Kriterien waren der Tragekomfort, die Belüftung des Rückens, die
Handlichkeit der Trageschlaufe sowie das Öffnen, Schließen und die
Erreichbarkeit der Fächer. Zudem konnten die Kinder die
Verstellbarkeit der Schultergurte, den sicheren Sitz beim Tragen und
Vorbeugen sowie die Alltagstauglichkeit und Ausstattung der
Schultaschen bewerten.
Bei der technischen Prüfung wurden unter anderem die Nutzbarkeit
des Stauraums, die Wasserdichtheit, die Haltbarkeit, die Verarbeitung
und die Reinigung beurteilt. Eine große Rolle spielte dabei auch die
Sichtbarkeit der Schultaschen – bei Tag und bei Dunkelheit. Geprüft
wurde, ob ausreichend große Flächen mit fluoreszierenden Signalfarben
und reflektierenden Elementen ausgestattet sind. Zusätzlich wurde
beurteilt, wie gut die Reflektoren bei Scheinwerferlicht aus 50 bzw.
100 Metern Entfernung sichtbar sind.
Tipps für den Schultaschenkauf
–
Gemeinsam probieren. Das Kind sollte vor dem Kauf gemeinsam mit
einer erwachsenen Person verschiedene Modelle mit etwas Gewicht (z.
B. Büchern) testen.
–
Passende Größe. Die Schultasche muss eng am Rücken anliegen,
gleichmäßig auf beiden Schultern sitzen und darf weder zu hoch noch
zu tief getragen werden. Oberkante etwa auf Schulterhöhe, Unterkante
am Becken.
–
Guter Halt . Ein Brust- und gegebenenfalls ein Beckengurt sorgen
für gute Lastverteilung und entlasten Rücken und Schultern.
–
Sinnvolle Innenaufteilung. Mehrere Fächer helfen, den Inhalt
richtig zu verteilen: Schwere Gegenstände gehören nah an den Rücken.
–
Sicherheit durch Sichtbarkeit. Helle Farben, reflektierende
Flächen und gegebenenfalls zusätzliche Reflektoren erhöhen die
Sichtbarkeit im Straßenverkehr deutlich.
–
Einfache Handhabung. Schnallen, Reißverschlüsse und Gurte müssen
vom Kind selbst leicht zu bedienen sein.
SERVICE: Die ausführlichen Testergebnisse und weitere Tipps gibt
es auf www.vki.at/schultaschen-2026 und ab 30.07.2026 in der August-
Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.