Eisenstadt (OTS) – „Das Land wird den Standort und die Mitarbeiter
des Lenzing-Werks in
Heiligenkreuz mit Sicherheit nicht im Stich lassen!“ – Mit dieser
klaren Botschaft reagiert Landeshauptmann Hans Peter Doskozil auf die
Entscheidung der Lenzing AG, das Lyocell-Werk in Heiligenkreuz aus
dem Konzern zu lösen.
Dabei handle es sich um eine für das Südburgenland schmerzhafte
Weichenstellung der Konzernverantwortlichen. Diese sei einer
strategischen Neuausrichtung des Gesamtkonzerns geschuldet und
politisch nicht zu beeinflussen, bedauert Doskozil. Das Land werde
aber alles tun, um eine verlässliche und positive Perspektive für die
Region und die betroffenen Arbeitnehmer zu schaffen: „Ich hatte ein
ausführliches Gespräch mit Lenzing-CEO Georg Kasperkovitz. Dabei
wurde versichert, dass die Produktion jedenfalls bis Jahresende
gesichert ist und möglicherweise darüber hinaus fortlaufen könnte,
sofern es für einen geordneten Übergang und eine Fortführung in neuer
Konstellation hilfreich ist. Diesen Zeitraum werden wir nutzen, um an
einer nachhaltigen Zukunftslösung zu arbeiten, die der großen
regionalwirtschaftlichen Bedeutung dieses Werks gerecht wird“,
erklärt der Landeshauptmann.
Der Lenzing-Konzern habe in den letzten Monaten eine neue,
vielversprechende Produktlinie in Heiligenkreuz etabliert, auch in
ein Heizkraftwerk wurde massiv investiert. Obwohl sowohl die Corona-
als auch die Energiekrise dem Unternehmen zu schaffen gemacht haben,
sei die langfristige Prognose laut der Geschäftsführung vor Ort
positiv und die Auslastung gut. Das operative Ergebnis und der Free
Cashflow des Werkes wurden durch eingeleitete Maßnahmen von einem
negativen zweistelligen Betrag in den Vorjahren im ersten Halbjahr
2026 ins Positive gedreht. Auch die rund 300 topqualifizierten
Mitarbeiter sind ein äußerst wichtiger Standortfaktor.
Vor allem diesen Menschen fühle er sich als Landeshauptmann
besonders verpflichtet, betont LH Doskozil: „Wir werden gemeinsam
alle Kräfte mobilisieren, um den Standort zu erhalten und
abzusichern. Dabei arbeiten wir eng mit dem derzeitigen Management
vor Ort rund um Geschäftsführer Bernd Zauner und anderen Experten
zusammen. Ziel ist eine Zukunftslösung mit Bestand – so wie uns das
bei Sanochemia in Neufeld oder anderen Unternehmen direkt in der
Region Jennersdorf auch gelungen ist.“