Wien (OTS) – Im Rahmen des heutigen Sommerministerrates wurde eine
Einigung zu
einer Neuaufstellung des Wehr- & Zivildienstes präsentiert, um die
Wehrfähigkeit Österreichs zu erhöhen. Künftig leisten Grundwehrdiener
sechs Monate Wehrdienst und drei Monate verpflichtende Milizübungen
ab. Der Zivildienst bleibt bei einer Dauer von neun Monaten,
allerdings wird eine Testphase für eine freiwillige Verlängerung des
Zivildienstes um zwei Monate eingeführt. Wird festgestellt, dass
durch die freiwillige Verlängerung das Ziel der Reform, nämlich die
Verbesserung der militärischen und zivilen Landesverteidigung, nicht
erfüllt wird, wird die Dauer des Zivildienstes automatisch auf elf
Monate angehoben. Zusätzlich gibt es eine Erhöhung der Besoldung und
Verbesserungen in der Ausbildung wie eine gemeinsame Grundausbildung
in beiden Diensten. JVP-Generalsekretär Toni Grünsteidl dazu: „Ein
längerer Grundwehr- und Zivildienst bedeutet auch längere
Ausbildungen. In einer Welt, in der Sicherheitslagen immer komplexer
werden und der Bedarf unseres Sozialstaates steigt, ist eine
Verlängerung für beide Dienste also unausweichlich. Es ist schade,
dass der Koalitionspartner nicht bereit war, diese Notwendigkeit
direkt anzuerkennen und wir nun einen Umweg über einen gesetzlichen
Mechanismus nehmen müssen. Umso besser, dass mit dieser Reform auch
eine Aufwertung, insbesondere der Ausbildung, einhergeht. Unsere
Gesellschaft kann sich auf den Beitrag von uns Jungen verlassen, wir
Junge müssen uns aber ebenso auf unsere Gesellschaft verlassen
können. Das bedeutet auch echte Planbarkeit und ein Dienst, der nicht
nur dem Staat, sondern auch dem Einzelnen was bringt.“