SPÖ-Stich zu Social-Media-Verbot für Kinder: „Wenn Plattformen unsere Kinder nicht schützen, schützen wir die Kinder vor den Plattformen!“

Wien (OTS) – Eine deutsche Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 25
Prozent aller
Jugendlichen Social Media krankhaft oft nutzen. Zahlen aus Österreich
(ORF/API-Studie) attestieren, dass 74 Prozent aller Kinder einen
problematischen Social-Media-Konsum haben. Die Folgen: Angst- und
Schlafstörungen, Depressionen und Einsamkeit sowie ein geringeres
Selbstwertgefühl. SPÖ-Jugendsprecher Paul Stich stellt klar:
„Wegsehen ist keine Option. Wenn die Social-Media-Plattformen unsere
Kinder nicht schützen, müssen wir unsere Kinder eben vor den Social-
Media-Plattformen schützen.“ ****

Selbstverpflichtungen der Plattformen haben im Jugendschutz
ebenso wenig ausreichend geliefert wie Vorgaben eingehalten wurden.
„Online-Konzernen geht es um Profite. Sie verdienen mit Sucht“,
bringt es Stich auf den Punkt. „Instagram, TikTok & Co brauchen
Regeln und Ordnung. Wir schaffen sie für unsere Kinder“, so Stich.
Daher führt die Bundesregierung ein Social-Media-Verbot unter 14 ein,
das heute in Begutachtung geschickt wird. Bei Verstößen drohen
Geldstrafen in Höhe von bis zu 6 Prozent des weltweiten
Jahresumsatzes.

Die Ö3-Jugendstudie zeigt außerdem, dass ein solches Verbot nicht
gegen Kinder, sondern ganz im Sinne der Jugend ist. Laut der Ö3-
Jugendstudie sind 87 Prozent der Jugendlichen selbst für ein Social-
Media-Verbot für Kinder. Unter allen Österreicherinnen und
Österreichern sind es immer noch 84 Prozent. Die Vorteile sind
mittlerweile hinreichend dokumentiert: 7.000 Schülerinnen und Schüler
haben im Rahmen einer ORF-Dokumentation drei Wochen auf ihr Handy
verzichtet. Das Ergebnis: Wieder mehr echte Zeit für und mit
Freunden. Besserer Schlaf, weniger Stress und weniger depressive
Symptome. Kurz: Es ging den Kindern besser.

„Gut also, dass wir heute das Social-Media-Verbot für Kinder auf
den Weg bringen“, zeigt sich Stich mit den Ergebnissen des
Sommerministerrats zufrieden. Während die Bundesregierung Maßnahmen
für die Sicherheit unserer Kinder umsetzt, ist die FPÖ gegen den
Schutz von Kindern. Sie spricht sich gegen das Social-Media-Verbot
aus und Kickl träumt von alten Zeiten, in denen Kinder noch
geschlagen wurden. „Wenn Konzerne unsere Kinder an Handy-Bildschirme
fesseln, dann nennt die FPÖ das ‚Freiheit‘. Wenn Social Media unsere
Kinder krank macht, dann nennt die FPÖ das ‚Gesundheit‘. Wenn wir
unsere Kinder schützen wollen, dann nennt die FPÖ das ‚Verbot‘. Die
FPÖ sollte ehrlich sein und zugeben, dass sie der Schutz unserer
Kinder nicht interessiert.“ (Schluss) lk/bj