Wien (OTS) – Der Chemikalien-Test von Greenpeace und der
Arbeiterkammer
Oberösterreich ( https://act.gp/Tattoo-Report ) zeigt erste Wirkung:
Einige Händler haben belastete Klebetattoos für Kinder aus ihren
Regalen und Webshops genommen. BIPA, Thalia, dm und Temu haben
Greenpeace proaktiv in Stellungnahmen erklärt, dass sie den Verkauf
der betroffenen Produkte gestoppt haben. Bei Müller, Amazon und SHEIN
sind die getesteten Produkte nach aktuellem Stand zwar online nicht
mehr auffindbar, eine Stellungnahme oder Bestätigung zur Auslistung
liegt Greenpeace bisher jedoch nicht vor. Die
Umweltschutzorganisation fordert von den Händlern den Verkaufsstopp
aller belasteten Klebetattoos und einen Sortiments-Check auf
problematische Chemikalien. Außerdem muss sich der für Chemikalien
zuständige Minister Norbert Totschnig für strengere Chemikalienregeln
und ein EU-weites PFAS-Verbot einsetzen.
Madeleine Drescher, Konsumexpertin bei Greenpeace in Österreich: „Es
ist wichtig und richtig, dass einige Händler die Belastungen ernst
nehmen und die Tattoos rasch aus den Regalen nehmen. Kinderhaut
braucht konsequenten Schutz vor gefährlichen Chemikalien. Jetzt
müssen auch die restlichen Händler die belasteten Tattoos aus den
Sortimenten und den Schutz unserer Kinder ernst nehmen.“
BIPA, Thalia, dm und Temu nehmen belastete Tattoos aus Sortiment
Der jüngste Chemikalientest von Klebetattoos deckte in 13 von 15
Proben problematische Chemikalien wie PFAS, Schwermetalle und
verbotene Weichmacher auf. Einige Händler haben schnell reagiert:
BIPA, Thalia, dm und Temu haben den Verkauf der belasteten Tattoos
umgehend gestoppt. Laut Stellungnahme können Kund:innen bei BIPA die
getesteten Tattoos auch ohne Kassabon zurückgeben. Nicht alle
betroffenen Unternehmen haben bisher transparent reagiert. Müller,
Amazon und SHEIN haben Greenpeace bislang keine Stellungnahme
übermittelt. Die getesteten Produkte sind nach aktuellem Stand zwar
nicht mehr online auffindbar, unklar bleibt jedoch, ob sie
tatsächlich vollständig aus dem Verkauf genommen wurden und welche
Konsequenzen die Unternehmen aus den Testergebnissen ziehen.
Greenpeace fordert strengere Chemikalienregeln
Selbst wenn einzelne Handelsketten reagieren, bleibt die Sicherheit
bei Kinderprodukten durch Gesetzeslücken gefährdet. Chemikalien wie
langlebiges PFAS oder verbotene Weichmacher landen wegen mangelnder
Grenzwerte für Chemikalien-Cocktails weiter auf sensibler Haut.
Greenpeace fordert von Minister Norbert Totschnig sich auf EU-Ebene
für strengere Chemikalienregeln und ein lückenloses PFAS-Verbot
einzusetzen.
Der vollständige Report “ Chemie auf der Haut “ steht hier zur
Verfügung: https://act.gp/Tattoo-Report
Die Stellungnahmen der Händler finden Sie hier: https://act.gp/Tattoo
-Stellungnahmen
Grafiken, Bildmaterial und Audio-O-Töne finden Sie unter:
https://act.gp/4f9mN8c
Unter Verwendung der Credits “ © Mitja Kobal / Greenpeace” stehen die
Fotos kostenfrei zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.
Inhalte auf einen Blick
– Thema/Anlass: Reaktion der Händler nach dem Chemikalien-Test von
Klebetattoos.
– Datenbasis/Ergebnis: BIPA, Thalia, dm, und Temu stoppen Verkauf der
betroffenen Tattoos. Test wies 31 problematische Chemikalien in
Klebetattoos nach (u. a. PFAS, Weichmacher, Schwermetalle).
– Hauptforderung: Verkaufsstopp aller belasteten Tattoos und
strengere gesetzliche Regeln für Chemikalien-Cocktails.
– Akteur:innen/Adressat: Händler und Hersteller, Europäische Union,
Minister Totschnig.
– Quelle/Material: Greenpeace Österreich und Arbeiterkammer
Oberösterreich / Analyse und Bildmaterial: https://act.gp/Tattoo-Test
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