Wien (OTS) – Als „Rückschritt“ bezeichnet die Familiensprecherin der
Grünen Wien,
Ursula Berner, die jetzt gestartete Wiener „Auszeit-WG“ für
strafmündige Jugendliche unter 14 Jahren. „6 Wochen in der Auszeit-WG
sind viel zu kurz, um hier eine nachhaltige Veränderung zu erreichen.
Die Probleme werden so nicht gelöst werden können“, so Berner.
Die knapp 1 Million Euro, die die Auszeit-WGs für zwei Kinder nun
kosten, wären viel besser in eine Reform der MA 11, der Kinder- und
Jugendhilfe, investiert, denn, so Berner: „Kinder brauchen stabile
Bezugspersonen und eine bedürfnisgerechte Betreuung“. Die Grünen Wien
fordern mehr Personal für 1:1 Betreuung in allen Einrichtungen der
MA11, bessere Arbeitsbedingungen, einen Ausbau von Kinderschutz und
die Entwicklung von Zukunftsperspektiven für die Kids.
„Statt in Safer Spaces Perspektiven entwickeln zu können, werden
in den Einrichtungen der MA11 derzeit höchstens die Grundbedürfnisse
abgedeckt. Leidtragende sind die Kinder, weil ihnen stabile
Bezugspersonen fehlen und eine bedürfnisgerechte Betreuung schwierig
ist. Alleingelassene unter 14-jährige suchen dann erst recht wieder
das Abenteuer auf der Straße oder flüchten in Abhängigkeit.
Prävention startet, wo langfristig Zukunftsperspektiven mit den
Jugendlichen erarbeitet werden können – in vertrauensvollen
Beziehungen“, so Berner abschließend.