Wien (OTS) – „Die heute veröffentlichten Chats zwischen führenden
Vertretern der
FPÖ und der Identitären Bewegung zeigen einmal mehr: Die Verbindungen
der FPÖ ins rechtsextreme Milieu sind kein Ausrutscher, sondern haben
System“, warnt Lukas Hammer, Rechtsextremismussprecher der Grünen,
anlässlich der neuen Enthüllungen im STANDARD.
„Die Identitäre Bewegung ist seit ihrer Gründung eng mit der FPÖ
verflochten. Die veröffentlichten Chats zeigen erschreckend, wie
selbstverständlich der Austausch zwischen führenden Freiheitlichen
und den Identitären seit ihrer Gründung war. Wer jetzt noch von
Einzelfällen spricht, verschließt bewusst die Augen vor der Realität.
Immer neue rechtsextreme Vorfälle und Mitarbeiter mit Identitären-
Bezug im blauen Parlamentsklub zeigen: Kickl hat mit dem
Rechtsextremismus in seiner Partei nicht aufgeräumt – er hat ihn
salonfähig gemacht“, hält Hammer fest.
„Die FPÖ muss endlich aufhören, sich nur dann von rechtsextremen
Schlägertrupps zu distanzieren, wenn neue Enthüllungen öffentlich
werden. Solange Personen aus dem Umfeld der Identitären in der FPÖ
und ihrem Parlamentsklub Platz haben, sind seine Distanzierungen
nichts als Etikettenschwindel. Wer es mit der Abgrenzung von
Rechtsextremismus ernst meint, trennt sich konsequent von diesen
Netzwerken – und nicht erst dann, wenn der öffentliche Druck
unerträglich wird“, so Hammer.