Wien (OTS) – „Wir alle wissen, wie sich das anfühlt, wenn wir Hunger
haben. Ich
persönlich kann mich dann nicht mehr konzentrieren. Aber ich weiß:
Ich bekomme bald was zu essen. Für 720 Millionen Menschen auf der
Welt ist das anders, sie müssen täglich hungern. Deshalb sind
humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit so wichtig. Sie
bekämpfen Hunger, sie retten und schützen Leben“. So umreißt die
Direktorin von Diakonie Österreich und Brot für die Welt die
Botschaft der neuen Plakatserie im öffentlichen Raum: „Jemand sollte
was gegen Hunger tun. Moment mal, du bist ja jemand.“
Brot für die Welt macht damit deutlich, dass der Welt-Hunger kein
unabwendbares Schicksal ist. Engagement und Spenden können konkrete
Veränderungen bewirken, ist Moser überzeugt.
„In einer Zeit, in der mit Hoffnungslosigkeit Politik gemacht
wird, möchten wir den Menschen außerdem Mut machen und sie
motivieren, sich füreinander einzusetzen. Dafür steht
zivilgesellschaftliches Engagement, das positive Entwicklungen
voranbringt“, sagt die Diakonie Direktorin. Mehr denn je seien Mut
und beherztes Einmischen gefragt, um sich gegen Hunger und für die
Zukunft stark zu machen.
Zwtl.: Hungerkrise im Schatten der Blockade der Straße von Hormus
Im Schatten des Kriegs im Iran zieht eine internationale
Hungerkatastrophe herauf. Die Blockade der Straße von Hormus trifft
nicht nur Öl- und Gasexporte, sondern auch die industrielle
Landwirtschaft. Mit dem Gaspreis explodieren auch die Kosten für
Kunstdünger, der aus fossilen Rohstoffen gewonnen wird. Die Straße
von Hormus ist Engpass für einen erheblichen Teil des weltweit
gehandelten Stickstoffdüngers. Viele Länder im Globalen Süden
beziehen große Teile ihres Stickstoffdüngers direkt aus dem Golf oder
aus Werken, die dessen Gas nutzen. Schon moderate
Düngerpreissteigerungen zwingen bäuerliche Betriebe, weniger zu
düngen. In der Folge schrumpfen die Ernten. Die Lebensmittelpreise
steigen.
„Es ist ein Déjà-vu von 2022, als mit dem Angriff Russlands auf
die Ukraine die Energiepreise und in der Folge die
Nahrungsmittelpreise gestiegen sind“, erklärt Moser. „Tragischerweise
wurden keine Lehren aus der Nahrungsmittelkrise 2022 gezogen. Die
Landwirtschaft im globalen Süden ist nach wie vor von fossiler
Energie und Düngemittelimporten abhängig – und die Menschen von
Nahrungsmittelimporten. Dabei ist der Weg aus globalen Hungerkrisen
längst bekannt: Investitionen in organische Dünger, Saatgut und
agrarökologische Beratung.“
Zwtl.: Brot für die Welt sichert Ernährung
Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen betreibt Brot für die
Welt langfristige Projekte zur Ernährungssicherung. Dazu gehören
nachhaltige Landwirtschaft, angepasstes Saatgut, eine bessere
Wasserversorgung und Bildungsangebote. Die Aktion für
Entwicklungszusammenarbeit der Evangelischen Kirche stärkt
Menschenrechte, Demokratie und Frieden und fördert den Zugang zu
Bildung, Gesundheit und guter Ernährung.
„Die lokalen Partner in den Ländern, in denen Brot für die Welt
tätig ist, helfen Familien dabei, sich dauerhaft selbst zu versorgen
und widerstandsfähiger gegenüber Klimakrisen und Ernteausfällen zu
werden“, unterstreicht Moser.
Plakatkampagne
Die Plakatflächen für die aktuelle Plakatserie von Brot für die
Welt wurden uns unentgeltlich zur Verfügung gestellt.
„Spendeneinnahmen verwenden wir für die konkrete Hilfe in den
Partnerländern“, betont Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser.
Hier können Sie das Kampagnen-Sujet downloaden
Brot für die Welt bittet um Spenden an:
Diakonie Austria gemeinnützige GmbH
IBAN: AT67 2011 1287 1196 6366 | BIC: GIBAATWWXXX
Spendenzweck: Brot für die Welt