Schwerpunkt-Kampagne zur Prävention von Waldbränden

St. Pölten (OTS) – „Im heurigen Jahr hat es bereits 616 Wald- und
Flurbrände gegeben,
vor allem im Osten Niederösterreichs, im Weinviertel, im Marchfeld,
im Wiener Becken und im Industrieviertel, besteht laut Europäischem
Waldbrand-Informationssystem extreme Gefahr“, sagte LH-Stellvertreter
Stephan Pernkopf am heutigen Dienstag im Kaiserwald von St. Pölten,
wo er gemeinsam mit Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner
und Christoph Kainz, Präsident des Zivilschutzverbandes
Niederösterreich, eine neue Schwerpunkt-Kampagne zur Prävention von
Waldbränden vorstellte.

Diese Kampagne sieht für jede Gemeinde Niederösterreichs
kostenlose Transparente mit dem Aufdruck „Erhöhte Waldbrandgefahr“
und weiteren Informationen vor, die an Einstiegsstellen für
Wanderwege, auf Parkplätzen etc. aufgestellt werden sollen.
Zusätzlich gibt es Plakate im A1-Format in unbegrenzter Stückzahl,
erläuterte Kainz und sprach von einem Beispiel, wie Zivilgesellschaft
funktioniere: „Niederösterreich ist eine der sichersten Regionen
Europas, das verdanken wir der Sicherheitsfamilie. Unsere Kernaufgabe
ist es, im Bereich der Prävention und Eigenverantwortung tätig zu
sein.“

LH-Stellvertreter Pernkopf verwies in diesem Zusammenhang auf die
in allen Bezirken des Landes geltenden Waldbrand-Verordnungen, die
bei Geldstrafen bis zu 7.270 Euro oder vier Wochen Freiheitsstrafe
Lagerfeuer, Grillen, Rauchen, das Wegwerfen brennender Gegenstände
auch auf trockenen Wiesen etc. verbieten. Zudem seien über 300 eigene
Waldfachpläne mit Zufahrtswegen, Orientierungspunkten,
Wasserentnahmestellen etc. für den Ernstfall erstellt worden: „Jeder
kleine Funke wird zur großen Gefahr, daher gilt es, Hirn und
Hausverstand einzuschalten. Jedes Risiko muss vermieden werden. Der
beste Schutz vor Bränden ist, wenn sie erst gar nicht entstehen.
Daher appelliere ich an die Eigenverantwortung: Hirn einschalten,
Risiko vermeiden, Brände verhindern!“

Fahrafellner unterstrich: „Unsere Feuerwehren sind gut
vorbereitet, bestens ausgebildet und haben aufgerüstet. Seit 2024
haben sich die Einsatzstunden in diesem Bereich auf 13.000 alleine im
ersten Halbjahr verdreifacht.“ Der Sonderdienst Waldbrand umfasse 600
Kameradinnen und Kameraden, von denen immer 150 bis 200 einsatzbereit
seien. Zudem stünden 33 Spezialfahrzeuge zur Verfügung, auch bei
Fallttanks, Löschbehältern etc. habe man aufgerüstet.

Nähere Informationen beim Büro LH-Stv. Pernkopf unter 02742/9005-
12704, Jürgen Maier, und e-mail [email protected] .