Wien (OTS) – Das Bundesgremium des Elektro- und
Einrichtungsfachhandels
unterstützt die Kritik der Bundesinnung der Elektrotechniker am
jüngsten Photovoltaik-Fördercall. Dass die Mittel bereits nach 33
Sekunden ausgeschöpft waren, zeigt, dass das bestehende Fördersystem
seinen Zweck verfehlt.
Dieses Förder-Stop-and-Go lehnt das Bundesgremium des Elektro-
und Einrichtungsfachhandels ab. Kurzfristig angekündigte Förderungen
führen dazu, dass Konsument:innen geplante Anschaffungen verschieben
und auf die nächste Aktion warten. Nach dem raschen Ausschöpfen der
Mittel sind Verunsicherung, Enttäuschung und neuerliche
Kaufzurückhaltung die Folge. Auch für Handels- und
Elektrotechnikbetriebe entstehen dadurch schwer planbare
Nachfrageschwankungen.
„Ein Fördertopf, der nach 33 Sekunden ausgeschöpft ist, schafft
keine nachhaltigen Investitionsanreize. Solche punktuellen Aktionen
führen vielmehr zu Kaufstopps, Frust und großer Unsicherheit. Wir
brauchen verlässliche Rahmenbedingungen statt eines Wettlaufs um
begrenzte Fördertöpfe“, erklärt Robert Pfarrwaller, Obmann des
Bundesgremiums des Elektro- und Einrichtungsfachhandels.
Branche fordert grundlegenden Systemwechsel für mehr
Planungssicherheit
Das Bundesgremium fordert daher einen grundlegenden
Systemwechsel. Statt kurzfristiger Fördercalls braucht es
langfristige steuerliche Erleichterungen, Investitionsfreibeträge und
attraktive Abschreibungsmöglichkeiten.
„Steuerliche Anreize bieten mehr Planungssicherheit, sind
unbürokratischer und nachhaltiger. Sie ermöglichen Investitionen
dann, wenn sie tatsächlich benötigt werden, und geben Konsument:innen
und Unternehmen langfristige Sicherheit“, so Robert Pfarrwaller.
Die Energiewende braucht stabile Rahmenbedingungen, klare
Qualitätsstandards und ein Gesamtkonzept, das Photovoltaik, Speicher,
Gebäudeautomatisierung, Smart-Home-Technologien und energieeffiziente
Systeme gemeinsam berücksichtigt. (PWK348/SR)