Wien (OTS) – „Die Produktivität in den heimischen Betrieben stagniert
seit Jahren
und die gestiegenen Lohnstückkosten haben uns in den vergangenen
Jahren enorm an Wettbewerbsfähigkeit gekostet. Zusätzliche
Kostenbelastungen für die Unternehmen sind angesichts dieser
Situation nicht tragbar, vor allem, da die Konjunktur immer noch
nicht rund läuft“, sagt Rolf Gleißner, Leiter der Abteilung für
Sozial- und Gesundheitspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (
WKÖ). Die WKÖ lehnt den Ruf von ÖGB und AK nach einer 6. Urlaubswoche
für alle daher entschieden ab, zumal Österreich im EU-Vergleich
ohnehin zu den Ländern mit den meisten Urlaubs- und Feiertagen zählt.
„Wir haben mit 25 Urlaubstagen und 13 Feiertagen insgesamt 38
arbeitsfreie Tage im Jahr. Das ist weit über dem EU-Schnitt und auch
deutlich mehr als bei unserem wichtigsten Handelspartner
Deutschland“, erklärt Gleißner. Dort gibt es nur 20 Urlaubstage und –
je nach Bundesland unterschiedlich – auch weniger Feiertage als in
Österreich.
„Die Zahlen zeigen, dass 5 Urlaubswochen im internationalen
Vergleich eine durchaus großzügige Regelung darstellen. Eine 6.
Urlaubswoche gibt es nur nach langer Betriebszugehörigkeit als
Anerkennung für die Loyalität zum Unternehmen und dies soll auch so
bleiben. Gerade angesichts der demografischen Entwicklung, durch die
sich ein zunehmender Fachkräftemangel abzeichnet, werden wir uns noch
mehr Urlaub nicht leisten können“, so Gleißner. (PWK344/DFS)