Wien (OTS) – „Die Studie von EcoAustria zeigt das
Milliardenpotenzial, das durch
gezielten Bürokratieabbau zu heben wäre. Und sie bestätigt, was die
Wirtschaftskammer seit Jahren aufzeigt – weniger Bürokratie bringt
den Betrieben mehr Zeit für Innovation, Investitionen und
Kundenbetreuung. Es ist äußerst positiv, dass die Regierung
sukzessive dringend notwendige Entlastungsmaßnahmen auf den Weg
bringt. Das muss zügig weitergehen. Gerade in der aktuellen
wirtschaftlichen Situation muss jede unnötige Belastung konsequent
beseitigt werden“, sagt WKÖ-Generalsekretär Jochen Danninger
anlässlich der heute präsentierten Studie von EcoAustria.
Erste Entlastungen bereits erfolgt
Die Wirtschaftskammer hat bereits mehr als 100 konkrete Vorschläge
für den Bürokratieabbau vorgelegt. Bereits umgesetzte
Entlastungsschritte betreffen zum Beispiel eine erleichterte
Betriebsnachfolge, weniger Datenmeldungen für Betriebe im
Außenhandel, Entlastungen von Kleinbetrieben in der Buchführung sowie
Vereinfachungen für Großverfahren. Die kürzlich vorgelegte Novelle
der Gewerbeordnung soll etwa genehmigungsfreie Photovoltaikanlagen
und E-Ladestationen im gewerblichen Betriebsanlagenrecht bringen.
„Diese Novelle, die mehrere langjährige Forderungen der WKÖ umsetzt,
bringt notwendige Entlastungen für unsere Betriebe und muss jetzt
rasch beschlossen werden“, sagt Danninger. „Jetzt ist es wichtig,
dass die Entlastung weitergeht und die noch ausstehenden Maßnahmen
rasch umgesetzt werden und die Digitalisierung der Verwaltung
konsequent vorangetrieben wird, damit die Zettelwirtschaft ein Ende
hat.“ Die WKÖ fordert einen komplett digitalen Gründungsprozess, One-
Stop-Shops für Förderungen und Bauverfahren und nicht zuletzt ein
Ende des Gold-Platings, Stichwort „EU-Lohntransparenz-Richtlinie“.
Reformen konsequent fortsetzen
„Entscheidend ist nun, den eingeschlagenen Reformkurs entschlossen
fortzusetzen“, betont Danninger. Weniger Bürokratie stärkt die
Wettbewerbsfähigkeit des Standorts, schafft Freiräume für
unternehmerisches Handeln und sichert Wachstum, Beschäftigung und
Wohlstand in Österreich.
Gemäß der EcoAustria-Studie wenden österreichische Unternehmen
rund sieben Prozent ihrer Personalkapazitäten für administrative
Anforderungen auf. Die jährlichen Bürokratiekosten belaufen sich auf
rund 20 Milliarden Euro. Eine Verringerung der Regulierungslast auf
das Niveau der Niederlande würde das reale Wirtschaftswachstum
jährlich um rund 0,6 Prozentpunkte erhöhen, rechnet EcoAustria vor.
Bei einer Zielerreichung im Jahr 2032 ergebe sich ein zusätzliches
Bruttoinlandsprodukt von kumuliert rund 20 Milliarden Euro. (
PWK339/PAT)