Wien (OTS) – Das Forschungsprojekt „ALAIT – Austrian Lab for
Artificial
Intelligence Trust“ hat das Ziel, Vertrauen in Künstliche Intelligenz
(KI) zu schaffen, indem das Wissen über KI verbessert und die
Kompetenz im Umgang mit der Technologie gestärkt wird. Neben Dossiers
zu verschiedenen Einsatzgebieten, die auf einer neuartigen
Technologiebewertung basieren, wurden sogenannte ALAIT Labore als
Dialogformat eingerichtet. Die Ergebnisse der ersten beiden
Veranstaltungen liegen nun vor und geben Einblick, wie KI im
Gesundheitsbereich und in Nachrichtenmedien genutzt werden kann.
„Gerade in sensiblen Bereichen wie Gesundheit oder Medien braucht der
Einsatz von Künstlicher Intelligenz klare Leitlinien und
gesellschaftliches Vertrauen. Die ALAIT-Branchen-Reports leisten dazu
einen wichtigen Beitrag und bieten konkrete Unterstützung für die
Praxis“, sagt Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität
und Infrastruktur. In den frei abrufbaren Branchen-Reports erhalten
Entscheider:innen und Gestalter:innen konkrete Handlungsvorschläge,
die aus dem Dialog mit Anwender:innen abgeleitet wurden.
Zwtl.: KI in der Medienbranche: Eine Vertrauensfrage
Im Report zum Medienbereich wird beleuchtet, welche
Voraussetzungen es braucht, damit KI sicher und unter Einhaltung
hoher journalistischer Standards verwendet werden kann.
Entscheider:innen müssten sich demnach beispielsweise um eine KI-
Strategie und konkrete Richtlinien, etwa wozu KI eingesetzt werden
darf, kümmern.
Zudem sollte die Vorgangsweise dem Publikum offengelegt werden.
Hier gelte der Grundsatz „Lieber zu viel als zu wenig“. Bei der
Umsetzung müsse auf den kritischen Umgang mit Quellen und die
Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten – Stichwort EU AI Act –
geachtet werden. Entscheidend für die Schaffung von Vertrauen seien
Transparenz und Interaktion mit den Nutzer:innen. Abgeraten wird
davon, KI primär als Instrument zur Kostensenkung zu sehen.
Zwtl.: KI im Gesundheitswesen: Risikomanagement und
Patientenaufklärung
Auch im Gesundheitsbereich ist laut dem ALAIT-Report der Aufbau
von KI-Wissen bei den agierenden Personen essenziell. Dabei sollten
Ängste und Sicherheitsbedenken berücksichtigt werden. Durch
Risikomanagement und ein Meldesystem würden Fehldiagnosen,
wiederholte Falschmeldungen und KI-Bias leichter erkennbar.
Patient:innen wiederum müssten offen über Einsatz, Nutzen und Risiken
von KI-Werkzeugen aufgeklärt werden.
Zum Forschungsprojekt : Das Austrian Lab for AI Trust (ALAIT)
zielt darauf ab, wichtige gesellschaftliche Gruppen zu befähigen, KI-
Technologien verantwortungsvoll zu nutzen und ethische sowie
qualitativ hochwertige Standards für den Einsatz von AI zu
etablieren. Das F&E-Projekt ist ein vom österreichischen
Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI)
initiiertes Forschungsprojekt. Weitere Infos und Ergebnisse unter
science.apa.at/project/alait/ .
Service:
Branchenreport Gesundheitsbereich: https://go.apa.at/kR6eBXm1
Branchenreport Nachrichtenmedien: https://go.apa.at/tAlTzTfg
ALAIT Train-the-Trainer Workshop am 15.09.2026
Um das Workshopformat ALAIT Labor einer breiten
Interessentengruppe zur Verfügung zu stellen, wird im Herbst ein
Train-the-Trainer-Workshop für Multiplikator:innen angeboten.
Der Workshop richtet sich an alle, die KI-Anwendungen beurteilen
und verantwortungsvoll einsetzen wollen: Expert:innen in
unterschiedlichen Verantwortungsbereichen, Multiplikator:innen und
Trainer:innen.
Weitere Informationen und Anmeldelink: Hier anmelden
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