Dachverband berufliche Inklusion Austria (dabei-austria) begrüßt langfristige Absicherung des Ausgleichstaxfonds

Wien (OTS) – Bundesministerin Korinna Schumann bringt eine
Novellierung des
Behinderteneinstellungsgesetzes in den Nationalrat ein.

Bereits im Budgetausschuss hatte Sozial- und Arbeitsministerin
Korinna Schumann die Notwendigkeit von laufenden Sonderdotierungen
für den Fonds unterstrichen, da angesichts der schwierigen
Arbeitsmarktsituation für Menschen mit Behinderungen weiterhin
gezielte Maßnahmen zur beruflichen Integration nötig seien.

Mit der geplanten Novellierung des
Behinderteneinstellungsgesetzes wird nun eine gesetzliche Verankerung
von zusätzlichen Bundesmitteln für den Ausgleichstaxfonds
vorgenommen. Der Ausgleichstaxfonds finanziert zahlreiche
Unterstützungsmaßnahmen für die berufliche Inklusion am Arbeitsmarkt
und trägt damit wesentlich dazu bei, für Menschen mit Behinderungen
berufliche Chancen zu eröffnen und bestehende Arbeitsplätze zu
sichern.

„Maßnahmen zur beruflichen Inklusion von Menschen mit
Behinderungen – wie das Netzwerk Berufliche Assistenz oder
Lohnbeihilfen für Unternehmen – brauchen Verlässlichkeit und
langfristige Perspektiven. Dass die Bundesregierung die Finanzierung
des Ausgleichstaxfonds nachhaltig absichern will, stärkt die
Grundlage für berufliche Inklusion für Betroffene, Unternehmen und
Trägerorganisationen“ , betont Christina Schneyder, Geschäftsführerin
von dabei-austria .

Zwtl.: Sozial- und Arbeitsministerin Korinna Schumann setzt ein
wichtiges Signal

Das Doppelbudget 2027/2028 steht insgesamt im Zeichen der
Budgetkonsolidierung und sinkenden Budgetmittel für zahlreiche
Bereiche. Umso bedeutender ist aus Sicht von dabei-austria die neue
gesetzlich verankerte Absicherung zusätzlicher Mittel für den
Ausgleichstaxfonds.

Der Dachverband hatte in den vergangenen Jahren wiederholt auf
die Notwendigkeit einer langfristigen Finanzierungsstrategie für den
Fonds hingewiesen. Nun setzt das zuständige Sozialressort durch die
geplante Gesetzesnovelle einen bedeutsamen Schritt für
Verlässlichkeit und Planbarkeit für jene bundesweit verfügbaren
Maßnahmen, die der Bund laut BEinstG bereitstellt.

Besonders positiv bewertet dabei-austria , dass die jährlichen
Sonderzuweisungen nicht nur für das aktuelle Doppelbudget gelten,
sondern auch über das Jahr 2029 hinaus langfristig fortgeführt werden
sollen. Erst dadurch entsteht die stets eingeforderte
Planungssicherheit für arbeitssuchende Menschen mit Behinderungen,
Assistenzdienstleistungen sowie Unternehmen, die Arbeitskräfte mit
Behinderung anstellen.

„Gerade in budgetär herausfordernden Zeiten ist es keine
Selbstverständlichkeit, zusätzliche Mittel für die berufliche
Inklusion dauerhaft abzusichern. Bundesministerin Korinna Schumann
setzt damit ein klares Zeichen, dass die Teilhabe von Menschen mit
Behinderungen am Arbeitsmarkt auch künftig Priorität haben soll“ , so
Schneyder.

Zwtl.: Berufliche Inklusion als Investition in die Zukunft

Für dabei-austria ist die Stärkung des Ausgleichstaxfonds weit
mehr als eine finanzielle Maßnahme. Sie stellt ein klares Bekenntnis
zu einer inklusiven Gesellschaft und zu einem Arbeitsmarkt dar, der
die Potenziale aller Menschen nutzen möchte. Die Absicherung der
Mittel leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der UN-
Behindertenrechtskonvention und des Rechts auf Arbeit für Menschen
mit Behinderungen.

„Wir werden in Österreich in den kommenden Jahren auf jede
qualifizierte Arbeitskraft angewiesen sein. Menschen mit
Behinderungen werden in ihren Möglichkeiten für die Wirtschaft nach
wie vor zu wenig gesehen. Sie verfügen über wertvolle Kompetenzen und
ein hohes Maß an Engagement. Ihre berufliche Teilhabe ist daher nicht
nur sozialpolitisch richtig, sondern auch wirtschaftspolitisch
sinnvoll“ , zeigt Eva Skergeth-Lopič im Namen des Vorstandes von
dabei-austria auf.

Gemeinsam mit dem Österreichischen Behindertenrat als
Interessensvertretung für Menschen mit Behinderung setzt sich der
Dachverband berufliche Inklusion Austria daher für weitere Schritte
auf dem Weg zu einem Inklusiven Arbeitsmarkt im Sinne des Nationalen
Aktionsplans Behinderung und der UN-Behindertenrechtskonvention ein.

Über dabei-austria : Der Dachverband berufliche Inklusion Austria
vertritt 97 Mitgliedsorganisationen. Ihr Ziel ist die Förderung von
Inklusion und beruflicher Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und
ausgrenzungsgefährdeten Jugendlichen.

Unsere Mitglieder setzen unter anderem im Netzwerk Berufliche
Assistenz (NEBA) österreichweit mehr als 200 Projekte und ergänzende
Maßnahmen zur beruflichen Inklusion um. Als Dachverband bündeln wir
die Stimmen unserer Mitglieder, vernetzen sie untereinander und
bieten gezielte Fortbildung.