FPÖ – Berger: „Gender-Zwang an Schulen ist ein Anschlag auf die Bildung unserer Kinder!“

Wien (OTS) – Im Zuge der heutigen Nationalratssitzung kritisierte die
FPÖ-
Familiensprecherin NAbg. Ricarda Berger die fortschreitende
ideologische Unterwanderung des österreichischen Bildungssystems
durch den sogenannten „Gender-Zwang“. Anlass war ein freiheitlicher
Antrag, der die Einhaltung der offiziellen deutschen Rechtschreibung
in Schulbüchern und Lehrmaterialien einfordert. Für Berger sei es ein
„bildungspolitischer Offenbarungseid der Systemparteien“, dass es
überhaupt einen Antrag brauche, um Selbstverständlichkeiten
festzuschreiben.

„Was wir hier erleben, ist ein frontaler Angriff auf unsere
Sprache und Kultur, ausgeführt auf dem Rücken der schwächsten Glieder
unserer Gesellschaft – unserer Kinder. Sogenanntes Gendern mit
Sternchen, Doppelpunkten und Binnen-Is ist nichts anderes als ein
abgehobenes Eliten-Experiment, das mit der Lebensrealität der
Österreicher rein gar nichts zu tun hat. Diese künstliche
Sprachverstümmelung wird unseren Kindern mit dem moralischen
Zeigefinger aufgezwungen und zerstört nicht nur das Sprachgefühl,
sondern auch die Grundlagen für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn“,
erklärte Berger.

Besonders perfide sei laut der FPÖ-Familiensprecherin die
Tatsache, dass gerade jene Parteien, die ständig von „Inklusion“ und
„Barrierefreiheit“ predigen, die größten Hürden für Kinder aufbauen
würden: „Diese linksideologische Sprachpolitik ist der größte
Exklusionsmotor, den man sich vorstellen kann! Haben Sie bei ÖVP,
SPÖ, Grünen und NEOS auch nur eine Sekunde an die Kinder gedacht, die
an einer Lese-Rechtschreib-Schwäche leiden? Oder an jene Kinder mit
nicht-deutscher Muttersprache, die sich mit der ohnehin komplexen
deutschen Grammatik plagen? Sie nehmen diesen Kindern jede Chance,
weil sie ihre Ideologie über das Kindeswohl stellen. Das ist an
Scheinheiligkeit nicht zu überbieten!“

Zudem entstehe eine absurde moralische Paradoxie im Schulalltag.
„Wir verlangen von unseren Schülern zu Recht, dass sie bei
Schularbeiten und der Matura die Rechtschreibregeln einhalten und
ziehen ihnen bei Fehlern Punkte ab. Gleichzeitig werden sie mit
Schulbüchern konfrontiert, die vor grammatikalischem und
orthografischem Unsinn nur so strotzen. Wie soll ein junger Mensch da
noch irgendeine Autorität des Bildungssystems anerkennen?“, fragte
Berger.

Abschließend richtete die Familiensprecherin einen klaren Appell
an den zuständigen Minister: „Die Probleme an unseren Schulen sind
real: Lehrermangel, massive Defizite beim Lesen, Schreiben und
Rechnen und eine zunehmende Disziplinlosigkeit. Anstatt sich um diese
echten Herausforderungen zu kümmern, lässt die Regierung zu, dass
unsere Klassenzimmer zu ideologischen Experimentierfeldern verkommen.
Wir fordern Sie auf: Schaffen Sie diesen Gender-Unfug endlich ab,
kehren Sie zur Normalität zurück und machen Sie Ihren Job – oder
treten Sie zurück!“