Früh übt sich: Wiener Volksschule gewinnt österreichweiten Finanzbildungspreis

Wien (OTS) – Der österreichweite KARDEA!-Finanzbildungspreis 2026 in
der Kategorie
„Volksschule“ geht an die OVS Speisinger Straße 44 in Wien-Hietzing.
Am 29. Juni 2026 fand die feierliche Preisverleihung statt.

Ausgezeichnet wurde das Projekt „Nachhaltig Wohlhabend“ unter der
Leitung von Sabrina Leonhartsberger, an dem vier zweite Klassen mit
rund 80 Schülerinnen und Schülern beteiligt waren. Über ein gesamtes
Schuljahr hinweg setzten sich die Kinder altersgerecht und praxisnah
mit den Themen Geld, Konsum, Sparen, Nachhaltigkeit und
wirtschaftlichem Handeln im Alltag auseinander.
Kernstück des Projekts war ein eigens entwickeltes Bilanzbuch, in dem
die Kinder Einnahmen und Ausgaben dokumentierten und verwalteten. Im
Unterrichtsfach Technik und Design konnten Materialien über ein
schulinternes Stickersystem erworben werden. Die Schülerinnen und
Schüler lernten so, ihre Ausgaben eigenständig zu planen,
Entscheidungen zu treffen und den Wert von Ressourcen bewusst
wahrzunehmen. Durch den ergänzenden Einsatz kostenloser
Recyclingmaterialien wurde zudem nachhaltiges Konsumverhalten
thematisiert.

Bildungsdirektorin für Wien Elisabeth Fuchs betont: „Finanzbildung
beginnt nicht erst im Erwachsenenalter. Wiener Schulen setzen bereits
früh an, Kindern den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen sowie
die Folgen ihres Handelns zu vermitteln. Projekte wie ‚Nachhaltig
Wohlhabend‘ zeigen eindrucksvoll, wie alltagsnahe Bildung bereits in
der Volksschule gelingen kann und leisten zugleich einen wichtigen
Beitrag zur Chancengerechtigkeit. Ich gratuliere der OVS Speisinger
Straße 44 herzlich zur verdienten Auszeichnung. Dieser Erfolg ist ein
schönes Beispiel für die Innovationskraft unserer Schulen.“

Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung wurden die Schülerinnen und
Schüler für ihr Engagement mit Urkunden ausgezeichnet. Ein von den
Kindern gestalteter Verkaufsstand bot zudem die Möglichkeit, die im
Projekt erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten unmittelbar erlebbar zu
machen. Unter den Gästen fanden sich neben Vertreter*innen der
Bildungsdirektion und der Bezirksvorstehung auch die Familien der
Schülerinnen und Schüler, die vor Ort Wissen rund um das Thema
Taschengeld erhielten.

„Wir freuen uns sehr über diese österreichweite Auszeichnung. Der
Gewinn des KARDEA!-Finanzbildungspreises ist eine wunderbare
Anerkennung für das Engagement unserer Schüler*innen und ihrer
Lehrkräfte. Besonders stolz macht mich, dass unsere Kinder gelernt
haben, verantwortungsvoll mit Geld und Ressourcen umzugehen – ganz im
Sinne der Nachhaltigkeit“, sagt Schulleiterin Maria Perlinger.

Das Preisgeld in Höhe von 750 Euro wird erneut in das Unterrichtsfach
Technik und Design investiert. Das ermöglicht auch den Ankauf von
Materialien mit höherem Anschaffungswert. Darüber hinaus dürfen sich
die Schülerinnen und Schüler auf einen von KARDEA! gestalteten
Workshop-Tag rund um das Thema Geld freuen.
Das Projekt zeigt, wie Finanzbildung bereits in der Volksschule
praxisnah und kindgerecht vermittelt werden kann. Kinder lernen dabei
nicht nur den verantwortungsvollen Umgang mit Geld, sondern auch,
Konsumentscheidungen kritisch zu hinterfragen und Ressourcen bewusst
einzusetzen. Frühzeitige Finanzbildung leistet zudem einen wichtigen
Beitrag zur Chancengerechtigkeit. Sie vermittelt allen Kindern
grundlegende wirtschaftliche Kompetenzen, unabhängig von ihren
Voraussetzungen.

Der Finanzbildungspreis KARDEA! wird unter der Schirmherrschaft des
Finanzministeriums seit 2019 vom Sozialunternehmen Three Coins
gemeinsam mit der ERSTE Stiftung und dem Erste Financial Life Park (
FLiP) vergeben. Der Wettbewerb richtet sich an Schüler*innen aller
Altersstufen in ganz Österreich.
In den drei Kategorien „Jung und wild“ (Volksschule), „Das
Taschengeld wird knapp“ (Unterstufe) und „Almost erwachsen“ (
Oberstufe) können Projekte zu Finanzthemen eingereicht werden. Im
Jahr 2026 wird erstmals ein Sonderpreis für ein Projekt mit
besonderem künstlerischem Anspruch vergeben.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.kardea.org