Mann wurde nach schwerem Arbeitsunfall Pflegegeld entzogen, AK Oberösterreich erkämpft Pflegestufe 3

Linz (OTS) – Die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) entzog einem
Mann, der seit
einem schweren Arbeitsunfall im Rollstuhl sitzt, das Pflegegeld. Erst
mit Hilfe der AK erhielt er die Pflegestufe 3 zugesprochen. „ Einmal
mehr musste eine falsche Pflegegeldeinstufung vom Gericht korrigiert
werden. Das zeigt den nach wie vor bestehenden Handlungsbedarf auf “,
sagt AK-Präsident Andreas Stangl.

Ein AK-Mitglied aus dem Bezirk Grieskirchen erlitt bei einem
Arbeitsunfall einen Wirbelbruch. Die Folgen sind fatal: Der 40-
jährige Mann hat seither Darm- und Blasenstörungen, einen künstlichen
Darmausgang und ist auf den Rollstuhl angewiesen. Mittels einer
Gehhilfe kann er nur kurze Wegstrecken bewältigen. Nach einer
neuerlichen Begutachtung entzog ihm die PVA dennoch das Pflegegeld.
Der Mann wandte sich an die AK Grieskirchen, die für ihn vor Gericht
ging. Das Gericht sprach dem Mann rückwirkend Pflegegeld der Stufe 3
zu.

„ Wenn Pflegegeldeinstufungen dem Gesundheitszustand und dem
Pflegebedarf der Betroffenen nicht entsprechen, können unsere
Mitglieder und ihre Angehörigen auf die rechtliche Unterstützung der
AK vertrauen. Wir prüfen Pflegegeldfälle, beraten die Betroffenen und
vertreten sie vor Gericht “, sagt AK-Präsident Andreas Stangl.