Medizinischer Hilfseinsatz für Venezuela mit Samariterbund-Beteiligung muss abgebrochen werden

Wien (OTS) – Das gemeinsame Emergency Medical Team (EMT) unter der
Leitung von
ISAR Germany, an dem sich der Samariterbund mit 15 Expertinnen und
Experten des Samaritan Austria – Rapid Response Teams (SA-RRT)
beteiligt hätte, erhielt trotz des zuvor von Venezuela gemeldeten
Bedarfs an internationaler medizinischer Unterstützung keine
Einreisefreigabe. Nach Auskunft der WHO bzw. der UN entschied das
venezolanische Gesundheitsministerium kurzfristig, derzeit keine
internationalen medizinischen Hilfseinheiten ins Land einreisen zu
lassen.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Samariterbund-Einheit bereits
am Militärflughafen Wunstorf bei Hannover. Das gemeinsame
medizinische Team mit insgesamt 41 ehrenamtlichen Katastrophenhilfe-
Expertinnen und -Experten beider Organisationen stand dort ebenso wie
das Einsatzmaterial für ein „Emergency Medical Team 1“ für den
Weiterflug nach Venezuela bereit. Dieser sollte mit einer A400M der
deutschen Bundeswehr erfolgen.

Die österreichischen Einsatzkräfte des SA-RRT kehren heute noch
nach Wien zurück.

Die internationale Unterstützung für die Erdbebenregion wird
dennoch fortgesetzt. Gemeinsam mit den Partnerorganisationen liegt
der Schwerpunkt nun auf der Bereitstellung und Koordination dringend
benötigter Hilfsgüter für die betroffenen Gebiete.

„Auch wenn dieser medizinische Hilfseinsatz letztlich nicht
stattfinden konnte, bin ich stolz auf das große Engagement unserer
ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Sie haben sich innerhalb kürzester Zeit
bereit erklärt, Menschen in Not zu helfen – dafür gebührt ihnen mein
aufrichtiger Dank“, sagt Wolfgang Dihanits, stellvertretender
Bundesgeschäftsführer des Samariterbundes.

Dihanits bedankt sich außerdem bei ISAR. Germany für die enge und
vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der Samariterbund werde auch künftig
seine Expertise in internationale Hilfseinsätze einbringen und ein
verlässlicher Partner in der internationalen Katastrophenhilfe
bleiben.