ÖVP — Keri: Wiener Volkspartei fordert Erhalt der Ganztags-Kindergartenplätze – SPÖ-Neos-Stadtregierung muss nun endlich handeln

Wien (OTS) – Die Forderung der Wiener Volkspartei nach einem
dauerhaften Erhalt
von Ganztags-Kindergartenplätzen bei Karenz oder Jobverlust eines
Elternteils zeigt offenbar Wirkung: Wie aktuell berichtet wird,
kündigt das Büro der zuständigen Neos-Stadträtin Emmerling nun
Änderungen ab dem kommenden Kindergartenjahr an. Gemeinderätin Sabine
Keri, Familiensprecherin der Wiener Volkspartei, die das Thema erst
jüngst mit einem eigenen Beschlussantrag im Gemeinderat aufs Tapet
gebracht hat, sieht darin eine Bestätigung ihrer Linie, mahnt aber
rasche und verbindliche Umsetzung statt einer bloßen Ankündigung ein.

Hintergrund ist die gängige Praxis, wonach Eltern, die in Karenz
gehen oder ihre Arbeitsstelle verlieren, ihren ganztägigen
Betreuungsplatz verlieren und nur noch Anspruch auf einen
Halbtagsplatz haben. „Wir haben diesen Missstand bereits 2017 im
Gemeinderat thematisiert. Zu einer Zeit, als entsprechende
Beschlussanträge noch von den Grünen abgelehnt worden sind“, so Keri
weiter.

Die rot-pinke Stadtregierung hat in ihrem Regierungsprogramm auf
Seite 60 festgehalten, dass „einmal gewährte Ganztags-
Kindergartenplätze“ künftig bis zum Ende der Kindergartenpflicht
gelten sollen. Umgesetzt wurde diese Zusage bislang nicht. Im
Gemeinderat hatte die zuständige Neos-Stadträtin zuletzt die
schwierige Personalsituation im elementarpädagogischen Bereich sowie
offene rechtliche Fragen als Gründe für die Verzögerung genannt.

„Für bereits gewährte Ganztagsplätze muss ohnehin Personal
vorhanden sein – unabhängig von der privaten Situation einzelner
Familien“, hält Keri dem entgegen. „Das Argument des Personalmangels
ist hier nur schwer nachvollziehbar und darf nicht als Ausrede
dienen, um Familien in der Karenz oder nach einem Jobverlust im Stich
zu lassen.“

Verschärft wird die Problematik laut Keri dadurch, dass von der
Herabstufung auf einen Halbtagsplatz auch zahlreiche Kinder mit nicht
-deutscher Umgangssprache betroffen sind, für deren Spracherwerb der
Kindergartenbesuch eine zentrale Rolle spielt. „Wien braucht keine
neuen Ankündigungen, sondern endlich Taten“, so Keri abschließend.
„Familien, die durch Karenz oder Jobverlust ohnehin gefordert sind,
dürfen nicht zusätzlich durch den Verlust ihres Ganztagsplatzes
belastet werden.“