Wien (OTS) – Die Freiheitliche Wirtschaft (FW) wird beim
Wirtschaftsparlament der
Wirtschaftskammer Österreich am 25. Juni 2026 ein umfassendes
Maßnahmenpaket zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich
einbringen und beantragen. Die sechs Anträge greifen zentrale
Problemfelder auf, mit denen heimische Unternehmer tagtäglich
konfrontiert sind: explodierende Energiekosten, immer neue EU-
Regulierungen, zunehmende Bürokratie, Wettbewerbsnachteile und
Eingriffe in die unternehmerische Freiheit.
Ziel ist und muss es sein, Österreich von den hinteren Rängen
wirtschaftlicher Prosperität in Europa wieder auf Wachstumskurs zu
bringen und den Betrieben jene Rahmenbedingungen zu geben, die sie
für Investitionen, Innovationen und die Schaffung von Arbeitsplätzen
benötigen.
Ein Schwerpunkt liegt auf der dringend notwendigen Reform des
BUAK-Systems. Die FW fordert echte Wahlfreiheit für Betriebe, ein
Ende rückwirkender Nachforderungen sowie die Nutzung der
milliardenschweren Rücklagen zur Senkung der Belastungen für
Arbeitgeber. Handwerksbetriebe dürfen nicht länger durch überbordende
Zwangssysteme und willkürliche Einstufungen in ihrer Existenz bedroht
werden.
Ebenso dringlich ist die Senkung der Energiekosten. Die
Freiheitliche Wirtschaft fordert die Abschaffung der CO₂-Abgabe für
Unternehmen, die Einführung eines Gewerbediesels, eine grundlegende
Reform des Strompreissystems sowie die Reduktion energiebezogener
Steuern, Abgaben und Netzkosten. Leistbare Energie ist die
Grundvoraussetzung für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort –
gerade österreichische Leitbetriebe und die Industrie würden von
diesem Paket massiv profitieren.
Mit Nachdruck spricht sich die FW außerdem gegen die EU-
Entgelttransparenzrichtlinie aus. Die geplante Umsetzung droht zu
einer neuen Bürokratie- und Klagslawine zu werden. Neue
Berichtspflichten, hohe Strafandrohungen, Beweislastumkehr und
zusätzliche Klagerechte würden insbesondere kleine und mittlere
Unternehmen massiv belasten und die Vertragsfreiheit am Arbeitsmarkt
einschränken.
Ein weiterer Antrag richtet sich gegen die Einführung des EU-ETS-
2-Systems. Dieses würde die Kosten für Mobilität, Logistik und das
Beheizen von Betriebsgebäuden weiter erhöhen und damit eine
zusätzliche Belastungswelle für Unternehmen auslösen. Die FW fordert
daher, sämtliche politische und rechtliche Möglichkeiten
auszuschöpfen, um diese Verteuerung zu verhindern oder zumindest
vollständig zu kompensieren.
Auch die geplante nationale Paketabgabe lehnt die Freiheitliche
Wirtschaft entschieden ab. Der aktuelle Gesetzesentwurf würde vor
allem heimische Händler und tausende österreichische KMU treffen, die
digitale Vertriebsplattformen nutzen. Statt eines nationalen
Alleingangs braucht es konsequente europäische Maßnahmen gegen
unfaire Wettbewerbsbedingungen durch Billigimporte aus Drittstaaten.
Abgerundet wird das Reformpaket durch einen Antrag gegen die neue
EU-Verpackungsverordnung. Die Freiheitliche Wirtschaft fordert die
Aussetzung dieser Verordnung. Neue Dokumentationspflichten, Verbote,
Kontrollmechanismen und Strafdrohungen würden insbesondere Familien-,
Klein- und Mittelbetriebe unverhältnismäßig belasten und weitere
Investitionen erschweren.
Mit diesen sechs Anträgen unterstreicht die Freiheitliche
Wirtschaft einmal mehr ihre Rolle als konsequente
Interessenvertretung der heimischen Unternehmer. Während andere über
Probleme diskutieren, legt die FW konkrete Lösungen auf den Tisch,
die zu mehr Wettbewerbsfähigkeit, mehr unternehmerischer Freiheit und
einer nachhaltigen Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich
beitragen.
Der Bundesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft und Vizepräsident
der WKO, Matthias Krenn dazu: „Unsere Anträge stehen für
unternehmerischen Hausverstand statt staatlichen Bürokratiewahn, für
Entlastung statt neuer Belastungen und für Wachstum statt Stillstand.
Sie greifen die tatsächlichen Sorgen und Herausforderungen der
heimischen Unternehmer und der Industrie auf und liefern konkrete
Antworten für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes. Wir gehen
daher davon aus, dass alle Fraktionen im Wirtschaftsparlament diesen
vernünftigen, konstruktiven und zukunftsweisenden Vorschlägen
zustimmen werden. Die Freiheitliche Wirtschaft bleibt die treibende
Kraft für eine starke Wirtschaft, sichere Arbeitsplätze und mehr
Wohlstand in Österreich.“