Wien (OTS) – „Wir haben uns von Anfang an klar gegen die
Einschränkung der
Öffnungszeiten bei den Familienbädern ausgesprochen. Dass die SPÖ-
Neos-Stadtregierung diese Maßnahme nun angesichts der Hitzewelle
zurücknimmt, ist richtig, wirft aber die Frage auf, warum sie
überhaupt eingeführt wurde“, erklärt die Familien- und
Bädersprecherin der Wiener Volkspartei, Gemeinderätin Sabine Keri.
Noch vor wenigen Wochen hatte die SPÖ-Neos-Stadtregierung die
späteren Öffnungszeiten mit notwendigen Sparmaßnahmen begründet. Nun
zeigt sich, dass die Familienbäder gerade an heißen Tagen eine
wichtige Rolle als niederschwellige Freizeit- und Abkühlungsangebote
für Kinder und Familien erfüllen.
„Die SPÖ-Neos-Stadtregierung hat einmal mehr versucht, dort zu
sparen, wo die Auswirkungen für die Wienerinnen und Wiener
unmittelbar spürbar sind. Statt endlich ineffiziente Strukturen,
fragwürdige Förderungen oder die teure Misswirtschaft bei
Großprojekten in den Griff zu bekommen, wurden Familien und Kinder
belastet. Dass diese Entscheidung nun zurückgenommen wird, bestätigt
unsere Kritik“, so Keri.
Besonders unverständlich sei die ursprüngliche Maßnahme vor dem
Hintergrund der jüngsten Eintrittspreiserhöhungen in den Wiener
Bädern. „Die Wienerinnen und Wiener zahlen mehr und sollten dafür
auch das volle Angebot erhalten. Weniger Leistung bei gleichzeitig
höheren Kosten ist der falsche Weg“, betont Keri.
Für die Wiener Volkspartei darf die aktuelle Kehrtwende daher nur
ein erster Schritt sein. „Gerade in den Sommermonaten braucht es eine
Ausweitung statt eine Einschränkung des Angebots. Wir fordern daher,
die Öffnungszeiten der Wiener Freibäder – über das aktuelle
Pilotprojekt hinaus – generell nach hinten zu verlängern. Viele
Berufstätige haben erst am späten Nachmittag oder Abend Zeit, ein Bad
zu besuchen. Angesichts der immer häufigeren Hitzetage wäre das ein
sinnvoller und konkreter Beitrag zur Lebensqualität in unserer
Stadt“, so Keri abschließend.