Wien (OTS) – „Was müssen Lehrerinnen und Lehrer können? Das ist die
erste Frage,
die jetzt beantwortet werden muss, bevor das Wie aufgeworfen wird“,
sagt Ilkim Erdost, AK Wien Bereichsleiterin Bildung, zur vom
Bildungsminister angekündigten Erarbeitung eines neuen Konzepts für
die Pädagogischen Hochschulen. Die Lehrer:innen müssten „in Zukunft
allen Kindern und Jugendlichen in Österreich eine hochwertige und
gerechte Bildung ermöglichen können“, konkret die unterschiedlichen
Bedürfnisse der Schüler:innen erkennen, ihre Entwicklung kompetent
begleiten und die individuellen Stärken fördern. Deshalb sollte die
Debatte über die Lehrer:innenausbildung nicht zuerst die
organisatorische Rollenteilung zwischen Universitäten und
Pädagogischen Hochschulen behandeln.
Auch der Diskussionsprozess über die neuen „Schools of
Education“, so Erdost, sollte dazu einladen, gemeinsam zu überlegen:
Was lernen Lehrer:innen während ihrer Ausbildung, was während eines
berufsbegleitenden Coachings und was in der Weiterbildung? Wie kann
mehr Praxis Eingang in die Lehrer:innenausbildung finden?
Die Weiterbildung muss besonders ernst genommen werden.
„Maßnahmen zur Weiterbildung – vor allem solche, die auf einzelne
Schulstandorte zugeschnitten sind – sind entscheidend für die
Qualität von Schule und Unterricht“, sagt Erdost. Dafür sind
ausreichend finanzielle Mittel und Ressourcen nötig, die im aktuellen
Budget der pädagogischen Hochschulen kaum vorgesehen sind.