Wien (OTS) – „Wenn selbst im Kontrollausschuss der Wirtschaftskammer
Österreich
eine ernsthafte Revision der Signa-Immobiliendeals von Walter Ruck
abgewürgt wird, zeigt das deutlich: WKO-Präsidentin Schulz hat
bereits beim ersten Anlauf versagt. Statt Aufklärung gibt es
Wegschauen, statt Kontrolle politisch motivierte Blockaden. Das ist
ein eklatantes Kontrollversagen auf Kosten jener Unternehmer, die
diese Strukturen finanzieren. Wie kann ein derart haarsträubender
Vorgang einfach nicht aufgearbeitet werden? Die
zwangsbeitragszahlenden Mitglieder haben ein Recht auf lückenlose
Aufklärung und volle Transparenz. Kammerinterne Schonung,
Tagesordnungstricks und taktisches Totschweigen interessieren die
Pflichtmitglieder nicht“, so der freiheitliche KMU-Sprecher NAbg.
Michael Fürtbauer zu den umstrittenen Immobiliendeals rund um die
Signa-Pleite und der Rolle der Wiener Wirtschaftskammer unter
Präsident Walter Ruck, deren Abwicklung bis heute weder unabhängig
noch vollständig geprüft wurde.
„Während aus der schwarz-roten Ecke Transparenz immer nur von
anderen eingefordert wird, bleibt der eigene Kammersumpf in Wien
unangetastet. Netzwerke rund um Walter Ruck werden nicht hinterfragt,
kritische Prüfungen abgeblockt und notwendige Aufklärungsarbeit
verhindert. Diese Doppelmoral untergräbt jedes verbliebene Vertrauen
in eine Standesvertretung, die von vielen Unternehmern ohnehin nur
noch als ÖVP-Vorfeldorganisation wahrgenommen wird. Wer
Glaubwürdigkeit zurückgewinnen will, muss unabhängig und umfassend
aufklären, statt intern zuzudecken. Alles andere ist ein Hohn
gegenüber den Pflichtmitgliedern und dem Anspruch auf eine saubere,
transparente Interessenvertretung. Dass derartige Schieflagen einfach
vom Tisch gewischt werden können, beweist einmal mehr, wie dringend
strukturelle Reformen notwendig sind. An einer Abschaffung der
Zwangsmitgliedschaft in der Wirtschaftskammer führt daher kein Weg
mehr vorbei“, betonte Fürtbauer.