FPÖ – Brucker/Berger: Stadtregierung setzt falsche Prioritäten in der Kultur

Wien (OTS) – Deutliche Kritik am kulturpolitischen Kurs der Wiener
Stadtregierung
übte heute FPÖ-Kultursprecher Lukas Brucker im Zuge der Debatte zum
Rechnungsabschluss. Dieser zeigt deutlich, dass die dramatische
finanzielle Schieflage Wiens mittlerweile auch den Kulturbereich mit
voller Wucht erfasst. Gleich zu Beginn wirft er der zuständigen
Finanzstadträtin Novak vor, dass der Kulturbereich von ihr
stiefmütterlich behandelt werde. „Ich anerkenne, dass ihre
Parteikollegin SPÖ-Kulturstadträtin Kaup-Hasler wie eine Löwin für
das Kulturbudget einsetzt. Daher soll sie sich nicht länger von Novak
desavouieren lassen“, so Brucker.

Kritisch sieht der FPÖ-Kultursprecher die Prioritätensetzung der
Stadtregierung. Gespart wird bei erfolgreichen und international
anerkannten Kulturinstitutionen wie der Kammeroper oder beim
Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker, während
linksideologische Prestigeprojekte – wie das Pornofilm-Festival oder
der Film über SPÖ-Chef Babler – großzügig finanziert werden.

Für Brucker zeigt sich die kulturpolitische Schieflage besonders
deutlich bei den Wiener Festwochen. Trotz wiederholter Skandale
fließen weiterhin über 13 Millionen Euro in das Festival, während bei
etablierten Kulturinstitutionen der Sparstift angesetzt wird.

Auch FPÖ-Stadtrat Stefan Berger meldete sich in der Debatte zu
Wort und warnte vor den Folgen möglicher Einsparungen im
Kulturbereich. Angesichts der budgetären Herausforderungen dürfe der
Eindruck einer heilen Welt nicht aufrechterhalten werden, vielmehr
werde die Stadt früher oder später die Frage beantworten müssen,
welche Projekte weiterhin Fördermittel erhalten und wo Kürzungen
vorgenommen werden.

„Wenn tatsächlich 13 Prozent des Kulturbudgets ab 2026 eingespart
werden, wird kaum ein Stein auf dem anderen bleiben. Streuen Sie den
Kulturschaffenden keinen Sand in die Augen – die Einrichtungen werden
zwangsläufig mit der Frage konfrontiert sein, wohin die Fördermittel
künftig fließen“, so Berger.

Kritisch sieht Berger insbesondere die fehlende Klarheit bei den
Mehrjahresförderungen. Gleichzeitig warnte er vor den vorgesehenen
Einsparungen im Wissenschaftsbereich.

Abschließend fordern beide einen grundlegenden Kurswechsel:
„Kultur braucht Qualität statt linkslinker Agitation. Kultur braucht
Transparenz statt Geheimniskrämerei. Kultur braucht
Planungssicherheit statt Chaos. Und Wien braucht endlich einen echten
Kurswechsel – auch und gerade in der Kulturpolitik.“