Ehrenzeichen-Überreichung in St. Pölten

St. Pölten (OTS) – Von einer schönen Tradition, für besondere
Leistungen Danke zu sagen,
sprach Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am heutigen Dienstag im
Sitzungssaal der Bildungsdirektion für Niederösterreich in St.
Pölten, wo sie insgesamt 34 Ehrenzeichen für Verdienste um das
Bundesland Niederösterreich, zwei Gedenkmedaillen des Landes
Niederösterreich, zwei Berufstitel-Dekrete sowie drei Ehrenzeichen
für Verdienste um die Republik Österreich überreichte. Die Verleihung
fand in der Bildungsdirektion statt, da der Landtagssaal aufgrund der
gesetzlich verankerten Barrierefreiheit umgebaut wird.

„Wir leben in einer Zeit großer Herausforderungen“, sagte die
Landeshauptfrau in ihrer Festansprache und erinnerte unter anderem an
den Krieg in der Ukraine und die Konflikte im Nahen Osten. Viele
Menschen hätten derzeit den Eindruck, dass „die Welt aus den Fugen
gerät“, betonte sie. „Gerade in solchen Zeiten wird deutlich, worauf
es ankommt: auf Menschen, die Verantwortung übernehmen, Leistung
erbringen und sich für andere einsetzen. Auf Menschen, die nicht
fragen, was andere für sie tun können, sondern die fragen, was sie
für andere tun können“, hob Mikl-Leitner hervor.

Die heute Ausgezeichneten hätten in Wirtschaft, Wissenschaft,
Kultur, Gemeinden, Vereinen und Institutionen Außergewöhnliches
geleistet, führte die Landeshauptfrau weiter aus. Stellvertretend für
die vielen Menschen, die Niederösterreich sicherer sowie liebens- und
lebenswerter machen, hob Mikl-Leitner aus der Wirtschaft Michael
Tmej, den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden des Flughafens Košice
in der Slowakei, die Eigentümerinnen der Senker Gruppe (
Automobilunternehmen) Gertraud Senker und Ilse Senker sowie Sabine
Grubmüller, Geschäftsführerin der Bösendorfer Klavierfabrik, hervor.
Aus dem Kulturbereich nannte sie den bekannten Filmregisseur und
Drehbuchautor Götz Spielmann, die Kunsthistorikerin Bettina-Maria
Busse, Franz Humer, den ehemaligen Leiter des Museums Carnuntum,
sowie Alfred Kellner, den ehemaligen Direktor der Musik- und
Kunstschule St. Pölten. Ein besonderes Augenmerk gelte zudem den
Einsatzkräften, die tagtäglich Verantwortung für die Sicherheit der
Bevölkerung übernehmen, so die Landeshauptfrau weiter.
Stellvertretend dafür wurden Peter Holzknecht, ehemaliger Kommandant
des Abschnittsfeuerwehrkommandos Ötscher-Hochkar, Engelbert
Mistelbauer, ehemaliger Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr
Lichtenau, sowie die ehemaligen Feuerwehrkommandanten Bernhard
Schrefel und Ignaz Gaiswinkler genannt.

„Wir als Bundesland Niederösterreich haben schon viel erreicht.
Das wird mit dem Jubiläum ‚40 Jahre Landeshauptstadt St. Pölten‘
besonders bewusst“, sagte Mikl-Leitner. Der Beschluss vom 10. Juli
1986 sei der Startschuss für die erfolgreiche Entwicklung der
Landeshauptstadt gewesen und habe wichtige Impulse für die Regionen
gesetzt. Heute wisse man, dass es die richtige Entscheidung gewesen
sei. Zugleich erinnere das Jubiläum daran, Verantwortung für die
Zukunft zu übernehmen und die besten Chancen für kommende
Generationen zu schaffen. Dazu gehöre eine verantwortungsvolle
Budgetpolitik ebenso wie eine zukunftsorientierte Wirtschafts-,
Umwelt-, Familien- und Gesundheitspolitik. Mit dem Doppelbudget und
einem Konsolidierungsvolumen von 380 Millionen Euro setze
Niederösterreich auf finanzielle Stabilität und nachhaltige
Entwicklung. Gleichzeitig werde in Zukunftsbranchen wie Bahn-,
Weltraum- und Gesundheitswirtschaft investiert. Auch der Ausbau von
Photovoltaik, Windkraft und Kinderbetreuung werde konsequent
vorangetrieben. Im Gesundheitsbereich setze Niederösterreich den
Gesundheitsplan 2040+ um. Dieser sei kein Sparprogramm, sondern eine
notwendige Reform, um die Gesundheitsversorgung langfristig und
nachhaltig abzusichern.

„Gerade in einer herausfordernden weltpolitischen Situation
brauchen wir ein Comeback der Zuversicht“, betonte die
Landeshauptfrau abschließend. Die Ausgezeichneten hätten dabei eine
wichtige Vorbildfunktion, weil sie durch ihren Einsatz, ihre
Erfahrung, ihr Wissen, ihre Zuversicht sowie durch konkrete Erfolge
zum Fortschritt Niederösterreichs beigetragen haben.

Stellvertretend für die Geehrten zeigte sich
Militärsuperintendent Dr. Dr. Karl-Reinhart Trauner dankbar für die
Auszeichnung und betonte: „Wir leben in der Gnade, dass in Österreich
seit über 80 Jahren kein militärischer Konflikt stattgefunden hat.
Nur im Zusammenstehen, im Zusammenhalt und in einem Miteinander
werden wir weiterkommen.“