FW-Langthaler: WK-Wien-Präsident Ruck muss den Weg für einen echten Neustart freimachen!

Wien (OTS) – Die jüngsten Enthüllungen rund um die Wirtschaftskammer
Wien zeichnen
ein höchst bedenkliches Bild. Während Unternehmer unter
Rekordbelastungen, Bürokratie, hohen Kosten und wirtschaftlichem
Druck leiden, steht die Wiener Kammerführung zunehmend wegen
Intransparenz, fragwürdiger Vermögensverschiebungen und teurer
Prestigeprojekte in der Kritik.

Besonders schwer wiegt die Auslagerung von Vermögenswerten in
dreistelliger Millionenhöhe in eine Holding-Struktur. Medienberichten
zufolge wurden seit 2023 Vermögenswerte im Ausmaß von rund 223
Millionen Euro in eine Holding ausgelagert. Damit stellen sich
zentrale Fragen nach Kontrolle, Transparenz, Governance und
politischer Verantwortung. Eine Interessenvertretung, die von
Pflichtbeiträgen der Unternehmer getragen wird, darf sich bei der
Verwaltung ihres Vermögens keinen Graubereich leisten.

Ebenso alarmierend ist die Entwicklung rund um Schloss Hernstein.
Während viele Betriebe jeden Euro zweimal umdrehen müssen, stehen
millionenschwere Investitionen, ein aufwendig adaptiertes Büro im
Bereich des Schlossareals und weitere teure Infrastrukturprojekte im
Raum. Laut Medienberichten war unter anderem von rund 660.000 Euro
für ein Büro im Pförtnerhaus die Rede. Auch eine geplante
Küchenmodernisierung um 2,1 Millionen Euro wurde medial thematisiert.
Das ist den Unternehmern nicht mehr erklärbar.

Die Freiheitliche Wirtschaft fordert daher einen vollständigen
Neustart in der Wirtschaftskammer Wien. Es braucht eine lückenlose
Offenlegung aller Vorgänge rund um die Holding-Struktur, Schloss
Hernstein, Investitionen, Verlustabdeckungen, Entscheidungsgrundlagen
und Verantwortlichkeiten. Die Wiener Unternehmer haben ein Recht
darauf zu erfahren, was mit ihrem Geld passiert.

„Die Wirtschaftskammer hat den Auftrag, den Unternehmern zu
dienen – nicht sich selbst zu verwalten, sich selbst zu inszenieren
oder Vermögen in schwer durchschaubare Strukturen zu verschieben. Wer
Pflichtbeiträge einhebt, muss mit jedem Euro sparsam, transparent und
verantwortungsvoll umgehen. Wenn Millionenbeträge verschoben werden,
Luxusprojekte im Raum stehen, Kosten explodieren und zentrale Fragen
unbeantwortet bleiben, dann ist das Vertrauen verspielt. Walter Ruck
muss daher politische Verantwortung übernehmen und den Weg freimachen
– für Aufklärung, Ordnung und eine Wirtschaftskammer, die wieder
ausschließlich den Unternehmern dient“, so FW-Generalsekretär
Reinhard Langthaler abschließend.