Stadtschlaining (OTS) – Von 29. Juni bis 2. Juli 2026 lädt das
Österreichische
Friedenszentrum (ACP) bereits zum vierten Mal zum Austrian Forum for
Peace auf Burg Schlaining ein. Unter dem diesjährigen Motto „The Art
of Peace“ bringt die Konferenz Teilnehmende aus Diplomatie,
Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Kunst zusammen, um gemeinsam neue
Perspektiven auf Frieden, Sicherheit und gesellschaftlichen
Zusammenhalt in einer zunehmend unsicheren Welt zu entwickeln.
Zwtl.: Frieden kann man lernen
In Zeiten politischer Aggression, wachsender globaler Spannungen
und zunehmender Militarisierung stellt das Forum die Frage, wie
Frieden und Sicherheit jenseits einer rein militärischen Logik
gestaltet werden können. Im Mittelpunkt stehen dabei strategische
Deeskalation, Diplomatie, Dialog und Mediation sowie langfristige
Ansätze der Konflikttransformation. Frieden wird dabei sowohl als
Handwerk als auch als Kunst verstanden. Friedensarbeit erfordert
professionelle Methoden, Fachwissen und internationale Netzwerke,
aber gleichzeitig auch Kreativität, Empathie und die Fähigkeit, neue
Wege des gesellschaftlichen Miteinanders zu eröffnen.
Zwtl.: Ehemalige UNESCO-Generaldirektorin und renommierter
Friedensforscher eröffnen
Eröffnet wird das Austrian Forum for Peace am 29. Juni mit
hochkarätigen Keynotes des führenden Friedensforschers Oliver P.
Richmond von der University of Manchester sowie von Audrey Azoulay,
ehemaliger Generaldirektorin der UNESCO und früheren französischen
Ministerin für Kultur und Kommunikation. Gemeinsam spannen sie den
Bogen zwischen aktuellen Herausforderungen der Friedensförderung und
der Frage, welche Rolle Kunst und Kultur für friedliche
Zukunftsentwürfe spielen können.
Zwtl.: Hannelore Veit diskutiert über die Auswirkungen der US-Politik
auf globalen Frieden und Sicherheit
Ein besonderer Programmpunkt am 30. Juni ist die Spotlight
Conversation „Practicing Peace Under Fire: The Case of Sudan“, bei
der Vertreter*innen der Emergency Response Rooms of Sudan Einblicke
in die aktuelle humanitäre Lage und lokale Friedensbemühungen geben.
Am Abend folgt eine öffentliche Podiumsdiskussion bei freiem
Eintritt. Die langjährige ORF-Korrespondentin Hannelore Veit
diskutiert dabei unter anderem mit dem ehemaligen deutschen
Spitzendiplomaten Martin Kobler über die Auswirkungen der aktuellen
US-Außenpolitik auf internationale Kooperation, Sicherheit und das
Völkerrecht sowie über die Frage, wie Europa eine zukunftsfähige
Friedensarchitektur gestalten kann.
Zwtl.: Erste weibliche Force Commander der UN über die Zukunft
internationaler Friedensoperationen
Am 1. Juli widmet sich das Forum auch den Herausforderungen
internationaler Friedensoperationen im Nahen Osten. Zu den
Diskutierenden zählt Kristin Lund, die erste weibliche Force
Commander der Vereinten Nationen und erste Frau, die eine
Friedensmission der Vereinten Nationen leitete. Der Konferenztag
schließt mit einem Burgfest bei Barbecue und DJ.
Zwtl.: Internationale Kunst auf Burg Schlaining
Kunst ist beim Austrian Forum for Peace nicht bloß
Begleitprogramm, sondern ein eigenständiger Zugang zur
Friedensarbeit. Für die Dauer der Konferenz sind in den
Räumlichkeiten von Burg Schlaining ausgewählte Installationen, die
sich mit Frieden auseinandersetzen, sowie Werke des südsudanesischen
Künstlerkollektivs „The Vow of Silence“ kostenfrei zu besichtigen.
Zwtl.: Wichtige europäische Plattform für Frieden
Das Austrian Forum for Peace hat sich seit seiner Gründung 2023
als eine der wichtigsten europäischen Plattformen für den Austausch
zwischen Diplomatie, Friedensforschung, internationalen
Organisationen, Zivilgesellschaft und Kultur etabliert. In einer
Zeit, in der Konflikte weltweit zunehmen und das Vertrauen in
internationale Institutionen unter Druck gerät, schafft das Forum
Raum für Dialog, Reflexion und die Entwicklung neuer Perspektiven für
Frieden und Sicherheit.
Das Austrian Forum for Peace wird ermöglicht durch das Land
Burgenland und den CPDC sowie mit Unterstützung von: Almdudler, Bank
Burgenland, Burgenland Energie, Kalchbrenner IT-Dienstleistung GmbH,
LIB, Sacher, Siemens und die Wiener Städtische.