Presseaussendung BRZ-Technologieradar: KI als Schlüssel für die Verwaltung der Zukunft

Wien (OTS) – Das BRZ-Technologieradar 2026 bietet einen
strukturierten Überblick
über relevante technologische Entwicklungen und deren Bedeutung für
die öffentliche Verwaltung. Das BRZ-Technologieradar dient als
Orientierungsinstrument, um Trends frühzeitig zu erkennen, Chancen zu
bewerten und fundierte strategische Entscheidungen zu treffen.
Methodisch ist das BRZ-Technologieradar in unterschiedliche
Themenfelder gegliedert und bewertet heuer 43 Technologien entlang
ihres Reifegrads sowie ihres erwarteten Nutzens für den Einsatz in
der Verwaltung. So entsteht ein klares Bild, welche Innovationen
bereits für Digitalisierungsvorhaben der Verwaltung einsatzbereit
sind, welche sich in Erprobung befinden und wo Potenziale für die
Zukunft liegen. Weitere Details und Download des BRZ-
Technologieradars als Poster: http://www.brz.gv.at/radar

Zwtl.: KI in der Verwaltung bereits Realität

Ein besonderer Fokus im BRZ-Technologieradar 2026 liegt auf dem
Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der öffentlichen
Verwaltung. KI entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Baustein
für effizientere Prozesse, bessere Servicequalität und neue Formen
der Interaktion mit Bürgerinnen und Bürgern. Das BRZ hat mit einer
eigenen, souverän betriebenen KI-Infrastruktur (Large Language Modell
as a Service) bereits die Grundlage geschaffen, um zahlreiche KI-
Vorhaben der Bundesregierung (u.a. im Zuge der Public AI-Initiative)
technisch umzusetzen. Datenschutz, Sicherheit, Nachvollziehbarkeit
und Souveränität stehend dabei im Mittelpunkt.

Roland Ledinger, BRZ-Geschäftsführer betont: „Das BRZ-
Technologieradar 2026 macht deutlich: KI ist kein Zukunftsthema mehr,
sondern bereits heute ein wesentlicher Hebel für die digitale
Transformation in der öffentlichen Verwaltung. In allen Fällen, wo KI
im Spiel ist, ist aber immer wichtig, dass stets der Mensch als User
im Mittelpunkt steht, die letzte Entscheidung über das Ergebnis
trifft, die Datenverarbeitung sicher erfolgt und die KI-Infrastruktur
den Ansprüchen der Souveränität entspricht.“

Zwtl.: Top-Trend: Geopatriation für mehr digitale Souveränität

Geopatriation beschreibt den gezielten Rückzug kritischer Daten
und Anwendungen aus globalen Hyperscaler-Public-Clouds in lokale oder
souveräne Infrastrukturen. Das BRZ LLMaaS bedient diesen Ansatz,
ebenso wie das BRZ-Rechenzentrum, das in Österreich auf modernster
Container-Infrastruktur (PaaS, Platform as a Service) betrieben wird.
Grade die aktuellen Entwicklungen zeigen uns, wie wichtig digitale
Souveränität ist.

Zwtl.: Top-Trend: Domain-spezifische KI-Modelle

Spezifisch auf bestimmte Aufgaben hintrainierte und optimierte
LLM gewinnen zunehmen an Bedeutung. Spezifische LLM können auf die
Fachsprache, Daten und regulatorischen Anforderungen einer einzelnen
Branche wie etwa Medizin, Recht, Finanzen oder Government trainiert
werden. Die Nutzung von spezifischen LLMs reduziert zudem das Risiko
falscher KI-Antworten, da diese Modelle auf kuratierten Daten, also
validierten, fachspezifischen Datensätzen basieren. Das Training von
KI-Modellen ist technisch komplex und ressourcenaufwändig und wird
aktuell daher nur von großen KI-Herstellern umgesetzt.

Zwtl.: Top-Trend: AI-native Entwicklungsplattformen

Die digitale Transformation fordert Software-Lösungen in einer
Geschwindigkeit, für die bisherige Entwicklungsmodelle nicht
ausgelegt sind. AI-native Development Platforms lösen mögliche
Engpässe durch die Fusion von KI-Unterstützung und Low-Code-/No-Code-
Programmierung. Auch im BRZ wird der Einsatz von KI in der Software-
Entwicklung bereits umgesetzt.

Zwtl.: Top-Trend: AI-Supercomputing Plattformen

Das Training von KI-Modellen benötigte eine speziell darauf
ausgerichtete, hochperformante IT-Infrastruktur. Die hohe Nachfrage
nach speziell für KI-optimierten Komponenten führt zu Engpässen und
Preissteigerungen.

Zwtl.: Top-Trend: Multi-Agent-Systeme

Während herkömmliche KI-Assistenten als isolierte Werkzeuge
agieren, bilden Multi-Agent Systems ein kooperatives Netzwerk
spezialisierter KI-Agenten. Diese Agenten kommunizieren miteinander,
teilen Aufgaben auf und lösen komplexe Geschäftsprozesse autonom. Für
die Verwaltung sind Agent-Systeme zwar denkbar – etwa im Bereich des
Bürger:innen-Supports, jedoch unter strengen Voraussetzungen. So muss
etwa der Mensch stets die Kontrolle und Letztverantwortung behalten.
Auch bedarf es der Schaffung gesetzlicher Grundlagen für die
Umsetzung von verwaltungsspezifischen KI-Agenten.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at