Grüne Wien/Berner: Einschränkung der Kulturförderungen ist Rückschritt für Wiens Kulturszene

Wien (OTS) – Die Grünen Wien kritisieren die angekündigte Änderung
der
Förderrichtlinien im Wiener Kulturbereich durch die rot-pinke
Stadtregierung. Künftig soll es fast nur noch Einjahresverträge geben
und mehrjährige Förderzusagen sollen nur noch in Ausnahmefällen
möglich sein. Die gestrige mediale Ankündigung von Kulturstadträtin
Kaup-Hasler, wonach Konzeptförderungen sowie die zweijährigen
Gesamtförderungen doch erhalten bleiben sollen, sei zwar positiv,
aber nicht ausreichend. „Für Theaterhäuser, Vereine und zahlreiche
Kunstschaffende, die bislang mehrjährige Förderungen außerhalb der
Konzeptförderung erhalten haben, bleibt die Situation weiterhin
ungeklärt“, so die Kultursprecherin der Grünen Wien, Ursula Berner.

Hinzu kommt, dass die nächste Einreichung für Konzeptförderungen erst
2029 möglich ist. „Theaterhäuser, Vereine und Kulturinstitutionen
brauchen verlässliche Perspektiven. Mehrjährige Förderungen sind seit
Jahrzehnten ein bewährtes Instrument der Wiener Kulturpolitik. Sie
ermöglichen langfristige Projekte, internationale Kooperationen und
faire Arbeitsbedingungen. SPÖ und Neos sind gerade dabei, diese
Errungenschaft wieder abzuschaffen, und gefährden die Vielfalt und
Qualität der Wiener Kulturlandschaft“, so Berner. Die Grünen Wien
fordern daher im heutigen Gemeinderat den Erhalt mehrjähriger
Förderungen, ein entsprechender Antrag wurde von SPÖ/Neos abgelehnt.

Mehrjährige Fördervereinbarungen wurden Ende der 1990er Jahre
eingeführt, um prekäre Arbeitsbedingungen zu entschärfen, den
administrativen Aufwand zu reduzieren und langfristige künstlerische
Entwicklungen zu ermöglichen. Gerade Kulturinstitutionen und Vereine
sind auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen, da Produktionen,
Gastspiele und Kooperationen oft weit über ein Kalenderjahr
hinausreichen. „Wer nachhaltige Strukturen und faire
Arbeitsbedingungen sichern will, darf die Planungssicherheit für
Kunst und Kultur nicht aufs Spiel setzen“, so Berner abschließend.