Wien (OTS) – Mit dem alljährlichen Sommernachtskonzert der Wiener
Philharmoniker
aus dem barocken Schlosspark von Schönbrunn steht am Freitag, dem 19.
Juni 2026, schon das nächste große Highlight des heurigen ORF-
Kultursommers (Details unter https://presse.ORF.at ) auf dem TV-
Programm. Das glanzvolle musikalische Ereignis, das live-zeitversetzt
um 21.20 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON zu erleben ist, ist geprägt von
der Idee, Klassik für alle zugänglich zu machen und somit auch heuer
ein Geschenk des Orchesters an die Wienerinnen und Wiener sowie die
Gäste der Stadt. Erstmals wird der aufstrebende Schweizer Dirigent
Lorenzo Viotti, der ab 2028 die Position des Generalmusikdirektors am
Opernhaus Zürich übernimmt, auf der Open-Air-Bühne am Pult des
Spitzenorchesters stehen. Auch der gefeierte walisische Bassbariton
Bryn Terfel als Solist gibt sein Debüt im nächtlichen Schlosspark –
mit Arien von Giuseppe Verdi, Richard Wagner und Arrigo Boito, aber
auch mit dem Lied des Tevje aus dem Musical „Fiddler on the Roof“,
besser bekannt als „Anatevka“. Weiters stehen beliebte Orchesterwerke
aus der Welt der Oper, der Operette, der Symphonik und des Balletts –
mit einem eindrucksvollen „Schattentanz“ des Wiener Staatsballetts
auf der Fassade des Schlosses Schönbrunn – auf dem Spielplan: von
Franz von Suppè über Pjotr Iljitsch Tschaikowski und Giacomo Puccini,
bis hin zu Jules Massenet, Maurice Ravel, Florence Price, Erich
Wolfgang Korngold und natürlich Johann Strauss Sohn, dessen Walzer
„Wiener Blut“ wieder traditionell das Konzertfinale bildet. 3sat
bringt ein Dacapo des Konzerts am Samstag, 20. Juni, um 20.15 Uhr
sowie am Samstag, 29. August, um 10.30 Uhr.
Klangvolle Reise zwischen Klassik und Musical
Den weltweit renommierten Bassbariton Bryn Terfel verbindet seit
Jahrzehnten eine enge Zusammenarbeit mit den Wiener Philharmonikern,
sei es in der Oper oder bei Konzerten. Seine Premiere beim
diesjährigen Sommernachtskonzert gibt er mit einem launigen wie
beeindruckenden Querschnitt seines vielfältigen Rollen-Oeuvres: vom
diabolischen Titelhelden in Arrigo Boitos „Mefistofele“, über den
mittellosen Ritter Falstaff in Verdis gleichnamiger Oper, bis hin zum
Göttervater Wotan, der feierlich den Einzug nach Walhall in Richard
Wagners „Das Rheingold“ zelebriert – ein Werk, das erstmals vor 150
Jahren zur Aufführung gekommen ist. Aber auch ein Charakter, der ihm
– wie er sagt – „im Blut liegt“, darf in Schönbrunn nicht fehlen, und
so macht er als Tevje aus „Fiddler on the Roof“ auch einen kleinen
Exkurs in die Welt des Musicals.
Auf dem Konzertprogramm stehen aber auch einige
Wiederentdeckungen und selten aufgeführte Werke, wie etwa das
symphonische Intermezzo „Méditation“ aus der Oper „Thaïs“, mit der
erstmals seit mehr als 100 Jahren wieder eines der Instrumentalwerke
von Jules Massenet durch die Wiener Philharmoniker im Rahmen eines
Konzerts zur Aufführung kommt. Oder auch das an ein Gebet erinnernde,
ursprünglich als Orgelstück komponierte Oeuvre „Adoration“ der
afroamerikanischen Komponistin, Pianistin, Organistin und Pädagogin
Florence Price, das nun beim Sommernachtskonzert in Elaine Fines
Arrangement für Solovioline und Orchester erklingt. Mit der
philharmonischen Erstaufführung seiner „Straussiana“ erweist das
Orchester auch Erich Wolfgang Korngold seine Reverenz, der sich in
seinem letzten Orchesterwerk einigen weniger bekannten Melodien aus
der Feder des Walzerkönigs gewidmet hat.
Zu den Klängen von Maurice Ravels zweiter Suite zur
choreografischen Symphonie „Daphnis et Chloé“ erwecken Tänzerinnen
und Tänzer des Wiener Staatsballetts in der Choreografie von Eno Peçi
die antike Erzählung der beiden Findelkinder Daphnis und Chloé zum
Leben und machen deren Geschichte als Schattenspiel auf der
Schlossfassade sichtbar.
Mit dem traditionell zum Finale gespielten Walzer „Wiener Blut“
von Johann Strauss, Sohn endet auch das Sommernachtskonzert der
Wiener Philharmoniker 2026 klangvoll.
TV-Kommentar von Teresa Vogl, 17 ORF-Kameras im Einsatz
Die ORF-Fernsehübertragung wird in ebenfalls bereits bewährter
Manier von Kulturmoderatorin Teresa Vogl kommentiert. Für die
Bildregie – mit aufwendiger HD-Technik und eindrucksvollen
Impressionen aus der Drohnenperspektive – zeichnet Regisseur und
Sommernachtskonzert-Routinier Henning Kasten mit insgesamt 17 Kameras
verantwortlich.