Wien (OTS) – BMLUK-Kamingespräch 2026: Schulterschluss von BMLUK,
Industriellenvereinigung und Green Tech Valley zur Stärkung der
österreichischen Umwelttechnik-Wirtschaft sowie zur Förderung von
Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie als zentrale Zukunftsfelder der
industriellen Transformation.
Mit einer gemeinsamen Absichtserklärung setzen das Bundesministerium
für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und
Wasserwirtschaft (BMLUK), die IV-Plattform Green Tech Industry sowie
das Green Tech Valley ein starkes Signal für die Zukunft der
österreichischen Umwelt- und Energietechnologiebranche. Ziel der
partnerschaftlichen Kooperation ist es, die Innovationskraft,
Wettbewerbsfähigkeit und internationale Sichtbarkeit heimischer Green
-Tech-Unternehmen weiter auszubauen und damit den Wirtschaftsstandort
Österreich nachhaltig zu stärken.
Bundesminister Norbert Totschnig : „Die grüne Transformation eröffnet
große Chancen für den Wirtschafts- und Innovationsstandort
Österreich. Mit diesem Schulterschluss bündeln wir unsere Kompetenzen
und stärken gezielt jene Technologien, die für Wettbewerbsfähigkeit,
Wertschöpfung und nachhaltiges Wachstum in unserem Land entscheidend
sind.“
Kari Ochsner , Präsident der IV Niederösterreich und Vorsitzender der
IV-Plattform Green Tech Industry: „Österreich hat in der Energie- und
Umwelttechnologie eine industrielle Stärke aufgebaut, die weltweit
gefragt ist. Unsere Unternehmen entwickeln Anlagen, Komponenten und
Lösungen ‚Made in Austria‘, die Energie sparen, Ressourcen
effizienter nutzen, fossile Importe reduzieren und unsere
Versorgungssicherheit und Resilienz stärken. Doch die Konkurrenz
schläft nicht: Andere Länder investieren massiv in ihre Green-Tech-
Industrien und kämpfen um Technologieführerschaft. Wenn Österreich
seine starke Position halten und ausbauen will, braucht es klare
Rahmenbedingungen für Investitionen, Innovation und Produktion. Genau
dafür wurde
die IV-Plattform Green Tech Industry gegründet. Wir wollen damit die
Stärke dieser Branche sichtbarer machen, ihre Anliegen bündeln und
konkrete industriepolitische Vorschläge auf den Tisch legen. Denn die
besten Vorschläge für einen erfolgreichen Green-Tech-Standort kommen
aus den Betrieben selbst.“
Bernhard Puttinger, Geschäftsführer Green Tech Valley: „ Innovative
Pioniere, Forschung und Unternehmen haben Österreich – sowie auch das
Green Tech Valley im Süden des Landes– zum globalen Technologiehub
für Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft gemacht. Im EU-weiten Eco-
Innovation-Index ist Österreich als ‚Leader‘ sogar in den Top-3. Mit
dieser Bündelung der Kräfte sollen Jobs und Umsätze für Umweltschutz
‚Made in Austria‘ weiter gestärkt werden.“
Die Unterzeichnung der Erklärung erfolgte im Rahmen des BMLUK-
Kamingesprächs 2026, zu dem Bundesminister Norbert Totschnig –
gemeinsam mit Kari Ochsner , Präsident der Industriellenvereinigung
Niederösterreich und Vorsitzender der neuen IV-Plattform Green Tech
Industry, und Bernhard Puttinger , Geschäftsführer des Green Tech
Valley – zahlreiche Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer
österreichischer Umwelt- und Energietechnologieunternehmen nach Wien
geladen hatte.
Im Mittelpunkt des Treffens standen aktuelle industrie- und
innovationspolitische Entwicklungen, die Rolle der Umwelttechnik und
Kreislaufwirtschaft in der Industriestrategie Österreich 2035 sowie
die Frage, wie Österreich seine Position als international führender
Green-Tech-Standort weiter ausbauen kann. Schon heute ist die
Umwelttechnik-Wirtschaft stark: Mit über 3.300 Unternehmen und rund
57.800 Beschäftigten erwirtschaftete die Branche einen Jahresumsatz
von mehr als 21 Milliarden Euro in 2023. Auch die
Beschäftigungsentwicklung in der österreichischen Umwelttechnik-
Wirtschaft gestaltet sich weiterhin positiv: Im Jahr 2024 stieg die
Zahl der Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr um mehr als zwei Prozent
– das entspricht einem Plus von über 900 zusätzlichen Green Jobs. Die
Exportquote liegt bei rund 73 Prozent – ein klarer Beleg für die
internationale Wettbewerbsfähigkeit österreichischer
Umwelttechnologien.
Die neue Kooperation zwischen BMLUK, IV und Green Tech Valley sieht
nun einen strukturierten und regelmäßigen Austausch zwischen Politik,
Industrie und Umwelttechnik-Unternehmen vor. Darüber hinaus sollen
Initiativen entwickelt und
weitere Maßnahmen zur Stärkung der österreichischen Umwelt- und
Energietechnologiebranche erarbeitet werden.
Kreislaufwirtschaft als strategischer Zukunftsfaktor
Ein zentraler Schwerpunkt des BMLUK-Kamingesprächs 2026 war auch die
Rolle der Kreislaufwirtschaft als ein Motor der industriellen
Transformation in Österreich. Mit dem jüngsten präsentierten
Positionspapier der „Task Force Circular Economy“ wird diese
strategische Bedeutung zusätzlich untermauert: Es verdeutlicht die
elementaren Synergien von Industriestrategie,
Kreislaufwirtschaftsstrategie und Bioökonomiestrategie und zeigt auf,
wie deren Zusammenspiel zur Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit,
Nachhaltigkeit und Resilienz des Wirtschaftsstandorts beitragen
können. In ihrer Kombination entfalten die drei Strategien erhebliche
Potenziale, etwa durch höhere Ressourcenproduktivität, die
Diversifizierung von Rohstoffquellen sowie die Entwicklung neuer
zirkulärer Geschäftsmodelle. So gilt etwa die Zirkularitätsrate als
zentrale Kennzahl für das Monitoring der Kreislaufwirtschaft. Aktuell
liegt Österreich bei diesem Wert EU-weit auf Rang sieben. Im Rahmen
der nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie soll die
Zirkularitätsrate bis 2030 nun auf 18 Prozent gesteigert (derzeit
12,8 Prozent) und Österreich in diesem Bereich bis 2035 unter den
drei führenden EU-Mitgliedstaaten positioniert werden.
Bundesminister Norbert Totschnig: „Kreislaufwirtschaft ist aktive
Standortpolitik: Sie stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit, reduziert
Importabhängigkeiten und eröffnet neue Chancen für Innovation und
Wertschöpfung in Österreich. Entscheidend ist nun, dass wir dieses
Potenzial rasch in konkrete Umsetzung bringen und die
Kreislaufwirtschaft als nachhaltige Antriebskraft der industriellen
Transformation Österreichs verankern.“
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