Satellitendaten-Analyse: Greenpeace zeichnet 13 der 80 größten österreichischen Städte als „NaturStadt-Pioniere“ aus – GRAFIK + AUDIO

Wien (OTS) – Nach der ersten Analyse der Landeshauptstädte hat
Greenpeace nun
mittels Satellitendaten die Stadtzentren von allen 80
österreichischen Städten ab 10.000 Einwohner:innen analysiert. Das
Ergebnis : Ganze 13 Gemeinden glänzen bereits als echte NaturStadt-
Pioniere, da ihre Zentren einen Grünflächenanteil von 45 % oder mehr
aufweisen. Damit Österreichs Städte auch zukünftig lebenswert
bleiben, fordert Greenpeace Österreichs Bürgermeister:innen auf, ihre
Städte ergrünen zu lassen. Dazu ruft die Umweltschutzorganisation die
NaturStadt-Garantie ins Leben, eine Initiative, mit der
Stadtregierungen ihren Bewohner:innen den Schutz und den Ausbau von
Grünflächen in ihren teils noch grauen Innenstädten zusichern können.

Greenpeace-Expertin Melanie Ebner betont: „Von mehr Grün in dicht
bebauten Stadtzentren profitieren alle: Schattenspendende Bäume
schützen Menschen vor Hitze, artenreiche Grünflächen bieten Insekten
und Vögeln Nahrung sowie wertvolle Lebensräume. Gut vernetzte
Grünflächen sind wie die Lungen einer Stadt, sie filtern Feinstaub,
dämpfen den Verkehrslärm und bieten der städtischen Artenvielfalt
einen widerstandsfähigen Lebensraum.”

Lustenau, Bad Vöslau, Ebreichsdorf, Klosterneuburg, Rankweil,
Groß-Enzersdorf, Steyr, Tulln an der Donau, Wals-Siezenheim,
Perchtoldsdorf, Hohenems, Gerasdorf bei Wien und Ansfelden (Haid)
führen das Ranking an. Ihre Stadtzentren sind durchgängig begrünt.
Nur an einigen Stellen, wie etwa Hauptplätzen oder vereinzelten
Parkplätzen, gibt es Nachholbedarf. Dicht dahinter liegen Mödling,
Baden, Stockerau, Feldkirch, Götzis, Brunn am Gebirge, Traun, St.
Johann im Pongau und Ternitz. Diese Städte sind bereits auf einem
guten Weg, ebenfalls NaturStadt-Pioniere zu werden. Dahingegen
besteht für die restlichen 58 Städte noch Aufholbedarf.

Der Gewinner des Landeshaupstädterankings Bregenz liegt im gesamt
-österreichischen Vergleich schon im guten Mittelfeld. Ebner dazu:
„In historisch gewachsenen Ballungszentren wirkt eine nachträgliche
Begrünung schnell kompliziert – muss es aber nicht sein. Graue
Parkplätze können – wie in Bregenz – durch schattenspendende Bäume
aufgewertet werden. Fassaden und Dächer können wie in Linz bepflanzt
und Haltestellen wie in Graz begrünt werden. So können wertvolle
Raststationen für die Artenvielfalt entstehen. Wo politischer Wille
vorhanden ist, gelingen auch größere Entsiegelungsprojekte im
Stadtkern wie aktuell in Salzburg am Mozartplatz.”

Um diesen Wandel flächendeckend voranzutreiben, ruft Greenpeace
Österreichs Bürgermeister:innen dazu auf, die NaturStadt-Garantie zu
unterzeichnen. Diese Selbstverpflichtung sieht vor, jeden neu
versiegelten Quadratmeter Boden durch die Entsiegelung oder
anderweitige Begrünung einer zumindest gleich großen Fläche
auszugleichen. Diese Garantie muss die Stadtpolitik dann auch per
Gesetz verbindlich verankern. Ebner: „Jeder weiß, wie lange ein Baum
wachsen muss, bis er erholsamen Schatten spendet. Wir wissen auch,
dass unsere Sommer durch die Klimaveränderung immer heißer werden und
damit auch unsere Städte. Daher ist jetzt der beste Zeitpunkt, um den
Asphalt aufzubrechen und Österreichs Städte ergrünen zu lassen.“

Ausführliche Ergebnisse finden Sie hier: https://bit.ly/4vef1AN
Interaktive Karte:
https://public.flourish.studio/visualisation/28937781/ (inklusive i-
frame zum Einbetten)
Audio- und Bildmaterial finden Sie hier: https://bit.ly/Grau-zu-Grün
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zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung. Die Credits der
Satellitenbilder sind in den Dateininformationen vermerkt.