SP-Neumayer/Haase/Gabrielli: Wien zeigt Haltung für queere Sicherheit und Zusammenhalt

Wien (OTS) – Die 30. Wiener Regenbogenparade ist ein Meilenstein und
ein starkes
politisches Signal. SPÖ Wien und SoHo Wien gehen heute gemeinsam mit
vielzähligen Vereinen, Kollektiven und individuellen Personen auf die
Straße: für ein sicheres und selbstbestimmtes Leben für alle LGBTIQ+
Menschen in Wien, für Solidarität und Zusammenhalt und gegen
Hasskriminalität und Hass im Netz, der queere Personen zunehmend
bedroht. Wien steht als Regenbogenhauptstadt für eine offene
Gesellschaft, in der Menschen sichtbar, sicher und stolz leben
können.

„Wien ist und bleibt Regenbogenhauptstadt – nicht nur als
Versprechen, sondern als gelebte Realität. Die Sozialdemokratie
arbeitet jeden Tag dafür, dass queere Menschen in dieser Stadt
sicher, sichtbar und selbstbestimmt leben können. Hasskriminalität
und Hetze im Netz sind keine abstrakten Phänomene, sondern Angriffe
auf echte Menschen und auf unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Unser Anspruch ist klar: Wien steht an der Seite jener, die von Hass
betroffen sind – online wie offline“, betont SPÖ Wien-
Landesparteisekretär Jörg Neumayer.

Landtagsabgeordnete und SPÖ-LGBTIQ-Sprecherin im Wiener Rathaus
Susanne Haase hebt hervor, was Wien konkret leistet: „Wien hat in den
vergangenen Jahren wichtige queere Errungenschaften abgesichert und
weiterentwickelt: von der Wiener Antidiskriminierungsstelle für
LGBTIQ-Angelegenheiten über Beratungs- und Unterstützungsangebote für
die Community, queere Jugendarbeit, Angebote für Regenbogenfamilien
und Bildungsarbeit bis hin zur Sichtbarmachung queerer Geschichte und
Kulturangebote. Mit Projekten wie dem queeren Jugendzentrum Q:WIR
oder magnus*, dem neuen Ambulatorium für sexuelle Gesundheit stärkt
Wien Orte, an denen queeres Leben, Wissen, Gesundheit und Kunst
sichtbar werden. Genau das macht eine Regenbogenhauptstadt aus:
konkrete Strukturen, verlässliche Förderung und politische Haltung.“

Tatjana Gabrielli, Landesvorsitzende der SoHo Wien, betont das
Motto des diesjährigen Pride-Monats:„UNITE! heißt für uns:
zusammenstehen, wenn queere Menschen angegriffen werden. Es heißt,
Bündnisse zu schmieden zwischen Community, Politik und
Zivilgesellschaft und es heißt, dem rechten Kulturkampf eine
solidarische Antwort entgegenzusetzen. Queere Kämpfe waren immer auch
Kämpfe gegen Gewalt, Angst und Verdrängung. Heute passiert diese
Gewalt auch digital: durch Hasspostings, systematische
Einschüchterung und koordinierte Angriffe. Deshalb brauchen wir einen
Nationalen Aktionsplan gegen Hate Crime, wirksame Prävention und
niederschwellige Anlaufstellen für Betroffene. Genauso muss unser
Kampf gegen diskriminierende und gefährliche Praktiken wie der
Konversionstherapie weitergeführt werden, denn Konversionsfolter ist
ein Verbrechen. Niemand muss auf Grund der sexuellen Orientierung
oder der Geschlechtsidentität geheilt werden. Die 30.
Regenbogenparade zeigt: Wir lassen uns nicht spalten. Wir bleiben
sichtbar, solidarisch und laut.“

Die 30. Wiener Regenbogenparade steht damit für Zusammenhalt,
Sichtbarkeit und den Anspruch, queere Sicherheit politisch ernst zu
nehmen. Wien lässt nicht zu, dass rechter Kulturkampf oder digitaler
Hass queere Menschen verdrängt oder die Solidarität spaltet. Die
Sozialdemokratie ist heute breit vertreten mit einem Stand beim Pride
Village (Stand 20) sowie in Block 12 auf der Parade selbst. (Schluss)