St. Pölten (OTS) – Themen wie die „Auswirkung sozialer Medien auf die
Lebenswelt junger
Menschen“, „Chancen und Herausforderungen durch künstliche
Intelligenz“, die „digitale Teilhabe“, die „Zukunft der Demokratie im
digitalen Raum“ sowie die Österreichische Jugendkonferenz in St.
Pölten standen im Mittelpunkt der Jugendreferentenkonferenz, die am
11. und 12. Juni in St. Pölten stattfand. Zum Abschluss der Konferenz
am heutigen Freitag informierte Niederösterreichs Landesrätin
Christiane Teschl-Hofmeister gemeinsam mit Tirols Landesrätin Astrid
Mair sowie den Bundesjugendvorsitzenden (BJV) Anna Schwabegger und
Moritz Mittermann über aktuelle Themen und Herausforderungen in der
Jugendpolitik.
„Wir alle verfolgen das Ziel, unsere Kinder und Jugendlichen in
der digitalen Welt bestmöglich zu unterstützen. Denn die digitale
Welt ist längst fester Bestandteil unseres Alltags“, sagte
Landesrätin Teschl-Hofmeister, die auch betonte: „Social Media,
künstliche Intelligenz und digitale Technologien eröffnen große
Chancen: Wissen ist jederzeit verfügbar, Vernetzung kennt keine
Grenzen und neue Formen der Teilhabe werden möglich. Gleichzeitig
erleben wir auch die Schattenseiten dieser Entwicklung: Cybermobbing,
Desinformation, Radikalisierung und digitale Abhängigkeiten sind
reale Herausforderungen.“
In diesem Zusammenhang dürften keine Entscheidungen über die
Köpfe der Jugendlichen hinweg getroffen werden, sprach die
Landesrätin einen weiteren Aspekt an. „Die Österreichische
Jugendkonferenz hat dafür einen wichtigen Raum geschaffen, in dem
junge Menschen ihre Erfahrungen, Sorgen und Erwartungen eingebracht
haben. Dabei wurde deutlich, dass sie Entscheidungen aktiv
mitgestalten wollen. Jugendpolitik bedeutet, gemeinsam mit den
Jugendlichen an Lösungen zu arbeiten“, führte sie weiter aus.
Verbote allein würden die Herausforderungen nicht lösen,
erläuterte Teschl-Hofmeister. Die Antwort liege oft dort, wo junge
Menschen einander persönlich begegnen – in Jugendorganisationen,
Vereinen, Kulturinitiativen, im Sport oder in einer starken
Jugendarbeit. „Hier entstehen Freundschaften, hier lernen junge
Menschen, Verantwortung zu übernehmen, Gemeinschaft zu erleben und
Demokratie praktisch zu erfahren. Vor allem finden sie dort etwas,
das keine digitale Plattform ersetzen kann: echte Begegnung“, hob sie
hervor. Um das zu erreichen, brauche es neben den Jugendlichen auch
die Familien, die Schulen, die Vereine und die Jugendarbeit.
„Die Ergebnisse der Österreichischen Jugendkonferenz zeigen klar:
Junge Menschen fordern digitale Räume, die Information, Beteiligung
und Austausch ermöglichen, ohne Desinformation und Hass zu fördern,
sowie eine Stärkung der Medienkompetenz. Die Konferenz macht einmal
mehr deutlich, dass junge Menschen mitgestalten wollen und wie
wichtig solche Beteiligungsmöglichkeiten für sie sind“, sind sich die
BJV-Vorsitzenden Anna Schwabegger und Moritz Mittermann einig.
Tirols Landesrätin Astrid Mair führte aus: „Es ist ganz wichtig,
darauf hinzuweisen, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Es
geht darum, sich im Internet weiterhin frei zu bewegen. Eine
Grundvoraussetzung dafür ist, dass die Nutzer im Internet ihre echte
Identität preisgeben, statt Pseudonyme zu verwenden. Damit klar ist,
wer was teilt, wer was postet und wer was kommentiert. Bedrohungen,
Hass im Netz und Cybermobbing müssen verfolgbar sein.“ Hinter den
Bildschirmen dürfe keine Anonymität bestehen, Nutzer müssten durchaus
auch zur Verantwortung gezogen werden. Um ein respektvolles
Miteinander im digitalen Raum zu fördern, sei es notwendig, sich der
eigenen Verantwortung bei der Internet-Nutzung bewusst zu sein, so
Mair.
Nähere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Mag. (FH) Dieter
Kraus, Pressesprecher, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail dieter.kraus@
noel.gv.at