Wien (OTS) – Im Rahmen einer Pressekonferenz am 11. Juni 2026 hat die
Plattform
Notfallmedizin eine Reform des Sanitätergesetzes (SanG) gefordert.
Der Samariterbund setzt sich seit Jahren für eine Modernisierung des
mittlerweile nicht mehr zeitgemäßen Gesetzes ein und begrüßt diesen
Vorstoß daher ausdrücklich.
„Wir freuen uns, dass nun auch die Notfallmedizinerinnen und
Notfallmediziner den Reformbedarf beim Sanitätergesetz klar benennen.
Die Herausforderungen im Gesundheitswesen werden größer und die Zeit
drängt. Die Lösungen liegen auf dem Tisch: Jetzt braucht es nur noch
den politischen Willen, die notwendigen Reformen auch umzusetzen“,
erklärt Gerald Fitz, Samariterbund-Geschäftsführer, Geschäftsbereich
Rettungswesen.
800 Millionen Euro jährlich Einsparungspotenzial
Bei der Pressekonferenz der Plattform Notfallmedizin wurde auch
auf eine Studie verwiesen, die das Einsparungspotenzial einer Reform
des Sanitätergesetzes auf bis zu 800 Millionen Euro jährlich
beziffert. „Wenn sich durch eine Reform die Patientenversorgung
verbessern und gleichzeitig erhebliche Mittel im Gesundheitssystem
einsparen lassen, dann sollte dieses Potenzial rasch gehoben werden.
Gerade in Zeiten angespannter Budgets wäre es fahrlässig, 800
Millionen Euro auf der Straße liegen zu lassen“, so Fitz.
Moderne Ausbildung und Ehrenamt sind kein Widerspruch
Der Samariterbund betont außerdem, dass eine Modernisierung der
Ausbildung und ein starkes Ehrenamt kein Widerspruch sind. „Die
Diskussion darf nicht als Gegensatz zwischen höherer Qualifikation
und Ehrenamt geführt werden. Österreich braucht beides: gut
ausgebildete Sanitäterinnen und Sanitäter sowie ein starkes
ehrenamtliches Engagement. Das eine schließt das andere nicht aus“,
erklärt Fitz.
„Der dringende Reformbedarf wird von immer mehr Akteurinnen und
Akteuren des Gesundheits- und Rettungswesens bestätigt. Nun ist die
Politik gefordert, die längst überfällige Novellierung des
Sanitätergesetzes auf den Weg zu bringen“, so Fitz abschließend.