IT:U präsentiert „Digital Accessibility Escape Room“: EU-Vorgaben werden zu gelebter Praxis in der Hochschulbildung

Linz (OTS) – Die Interdisciplinary Transformation University (IT:U)
veröffentlicht
einen neuen Future Report, der einen konkreten und skalierbaren Weg
zur digitalen Barrierefreiheit in der Hochschulbildung aufzeigt.
Aufbauend auf der Web-Zugänglichkeitsrichtlinie der Europäischen
Union (Richtlinie (EU) 2016/2102) sowie dem Europäischen
Barrierefreiheitsgesetz (European Accessibility Act) stellt der
Report den „Digital Accessibility Escape Room“ vor – ein immersives,
rollenbasiertes Lernformat, das Teilnehmende von der Sensibilisierung
hin zu praktischer Handlungskompetenz führen soll.

In Österreich geben rund 21 Prozent der Studierenden
gesundheitsbedingte Beeinträchtigungen an ( Studierenden-
Sozialerhebung 2023 ). Der Bedarf an barrierefreien digitalen Lern-
und Arbeitsumgebungen ist damit klar erkennbar. Der IT:U Future
Report plädiert daher für einen grundlegenden Perspektivwechsel:
Barrierefreiheit soll nicht als isolierte Compliance-Aufgabe
verstanden werden, sondern als gemeinsame institutionelle
Verantwortung im Sinne von Universal Design for Learning (UDL).
Barrierefreie Plattformen wie Canvas LMS sind eine wichtige
Grundlage, doch erst barrierefrei gestaltete Inhalte aus Lehre,
Verwaltung und Studium schaffen tatsächliche Zugänglichkeit.

„ Barrierefreiheit ist kein optionales Merkmal moderner
Hochschulbildung, sondern ein grundlegendes Bekenntnis zu Teilhabe,
Würde und Chancengleichheit. An der IT:U verstehen wir
Barrierefreiheit als untrennbar digital und physisch zugleich und
verpflichten uns, sie in allen Räumen, Systemen und Interaktionen
unseres universitären Ökosystems zu verankern “, so Gerd Krizek, IT:U
Head of Study Portfolio & Student Affairs.

Zwtl.: Lernen durch Erleben

Im Mittelpunkt steht der „Digital Accessibility Escape Room“ –
ein interaktives Lernformat, in dem Teilnehmende digitale Barrieren
selbst erleben und lernen, wie sie diese beseitigen können. In vier
praxisnahen Modulen geht es unter anderem um Alt-Texte für Bilder,
Untertitel, Farbkontraste, Tastaturbedienung, verständliche Linktexte
und klar strukturierte Dokumente. Der Escape Room ist Teil eines
umfassenden Lernangebots, das Workshops zu physischer und räumlicher
Barrierefreiheit, Neurodivergenz sowie Diversität und Inklusion
umfasst. Die Lösung befindet sich derzeit in Entwicklung und soll ab
2027 für Mitarbeitende und Studierende der IT:U verfügbar sein. Ziel
ist es, den Unterschied zwischen formaler Barrierefreiheits-
Compliance und gelebter inklusiver Praxis im Hochschulalltag zu
verringern.

Zwtl.: Digitale Barrierefreiheit kommt allen zugute

Der IT:U Future Report betont zudem den breiteren
gesellschaftlichen Nutzen digitaler Barrierefreiheit: Untertitel
unterstützen Menschen in lauten Umgebungen, klare Strukturen helfen
mehrsprachigen Lernenden, und konsistente Navigation reduziert
kognitive Belastung unter Zeitdruck. Durch den institutionsweiten
Ansatz soll ein nachhaltiger kultureller Wandel ermöglicht werden.
Angesichts europaweiter gesetzlicher Verpflichtungen versteht sich
der IT:U-Ansatz zugleich als übertragbares Modell für Hochschulen und
Organisationen, die die Kluft zwischen regulatorischen Anforderungen
und praktischer Umsetzung schließen möchten.

Hintergrundinformationen und Auszüge aus den Berichten können auf
Anfrage bereitgestellt werden: Daniel Cracau, Director Outreach &
Start-ups ( [email protected] ).

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at