Zwtl.: Geschäftsjahr 2025: Unternehmen der Schwarz
Gruppe erzielen
185,6 Milliarden Euro Umsatz und treiben mit Investitionen von mehr
als 10 Milliarden Euro ihren Wachstumskurs voran
– Der Gesamtumsatz der Unternehmensgruppe wächst um 5,8 Prozent auf
185,6 Milliarden Euro.
– Das einzigartige Ökosystem schafft 9.000 neue Arbeitsplätze und
bietet 604.000 Mitarbeitern (Vorjahr: 595.000) Stabilität in
herausfordernden Zeiten.
– Starker Handelskern bildet Basis für weiteres Wachstum.
– Die Unternehmen der Schwarz Gruppe investierten im Geschäftsjahr
2025 rund 9 Milliarden Euro, davon 3,7 Milliarden Euro in den
Wirtschaftsstandort Deutschland.
– Im laufenden Geschäftsjahr sind Investitionen über alle Sparten
hinweg in Höhe von mehr als 10 Milliarden Euro geplant.
Die Unternehmen der Schwarz Gruppe haben das Geschäftsjahr 2025 mit
einem deutlichen Umsatzplus und einer weiteren Festigung ihrer
Marktposition abgeschlossen. In einem von wirtschaftlichen und
geopolitischen Krisen geprägten Umfeld erwirtschafteten die
Unternehmen der Schwarz Gruppe einen Gesamtumsatz von 185,6
Milliarden Euro (Vorjahr: 175,4 Milliarden Euro). Dies entspricht
einem Zuwachs von 5,8 Prozent. Im Berichtszeitraum stieg die Zahl der
Mitarbeiter um 9.000 (+1,5 Prozent) von 595.000 auf 604.000 – allein
5.000 davon in Deutschland. Das ist eine Steigerung um 2,4 Prozent
gegenüber dem Vorjahr. Zudem schaffen die Unternehmen der Schwarz
Gruppe trotz einer anhaltend angespannten Wirtschaftslage nicht nur
innerhalb der Gruppe, sondern auch indirekt bei Partnern und
Lieferanten entlang der gesamten Wertschöpfungskette neue
Arbeitsplätze.
Wachstumstreiber Handel: Kundennähe und Stärkung der
Marktposition
Die Handelssparten bilden das stabile Rückgrat der Schwarz
Gruppe. Als zuverlässige Nahversorger legen Lidl und Kaufland großen
Wert auf die Nähe zu ihren Kunden. Daher wurde im Geschäftsjahr 2025
das Filialnetz um 300 Filialen auf 14.500 Filialen erweitert (
Vorjahr: 14.200; +2,1 Prozent). Lidl steigerte seinen Filialumsatz
auf 140,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 132,1 Milliarden Euro). Dieses
Plus von 6,1 Prozent resultiert maßgeblich aus der Erweiterung des
Filialnetzes und aus Kundenzuwächsen in Deutschland und Europa. Zur
weiteren Absicherung der Lieferketten zwischen Asien und Europa
investiert Lidl in die Modernisierung der Tailwind-Flotte und hat den
Bau von fünf neuen Schiffen für die Reederei in Auftrag gegeben.
Kaufland erzielte einen Filialumsatz von 36,7 Milliarden Euro, ein
Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (35,2 Milliarden Euro).
Die Sparte verzeichnete Zuwächse in Deutschland sowie in
osteuropäischen Märkten und festigte ihre Marktposition. Darüber
hinaus expandierte sie mit Kaufland Marktplatz nach Italien und
Frankreich und ist mit ihrem Online-Marktplatz nun in sieben Ländern
Europas aktiv. Der Online-Umsatz von Lidl und Kaufland belief sich
planungsgemäß insgesamt auf 1,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,7
Milliarden Euro) und liegt damit analog zur Marktentwicklung auf dem
Niveau des Vorjahres.
Kreislaufwirtschaft: Ressourcen für morgen sichern
Die Kreislaufwirtschaftssparte PreZero erweitert ihr
Geschäftsmodell: Sie ergänzt ihre umfassende Entsorgungs- und
Recyclingexpertise um einen geschärften Fokus auf die Sicherung
wichtiger Rohstoffe und positioniert sich so zusätzlich als
strategischer Partner für Ressourcensouveränität. Bei einem
Wertstoffumsatz von 4,1 Milliarden Euro (+5,1 Prozent; Vorjahr: 3,9
Milliarden Euro) markiert PreZero mit der Akquisition von RE.LION.BAT
den Einstieg in das Batterierecycling und setzt – zusammen mit
Investitionen in die energetische Verwertung – neue Maßstäbe für eine
autarke Kreislaufwirtschaft. Strategische Partnerschaften, wie die
Kooperation mit der BMW Group zur Altfahrzeug-Verwertung, treiben den
Aufbau industrieller Materialkreisläufe voran. Ziel ist die
konsequente Umwandlung von Wertstoffen in Ressourcen für den breiten
Markt und das gesamte Ökosystem der Schwarz Gruppe. Unterstrichen
wird dies durch die gruppenweite „Road to Zero Waste“-Zielsetzung,
bis 2030 rund 95 Prozent des innerbetrieblichen Abfallaufkommens
wiederzuverwenden, zu recyceln, zu kompostieren oder zu vergären.
Produktion: Integration und Versorgungssicherheit
Die produzierenden Unternehmen der Schwarz Gruppe stellen die
Warenversorgung mit wichtigen Lebensmitteln sicher und steigerten
ihren Umsatz um 23,9 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,6
Milliarden Euro). Neben der vollen operativen Leistungsfähigkeit des
Werks im britischen Derby stärkte die Schwarz Produktion durch den
Zukauf des Konfitüren- und Honigherstellers Göbber die Unabhängigkeit
der Lieferketten. Mit Investitionen von über 300 Millionen Euro in
die Erweiterung der Großbäckerei Bonback in Halle (Saale) wird die
Schwarz Produktion die Versorgungssicherheit weiter ausbauen und mehr
als 400 neue Arbeitsplätze schaffen.
Digitalisierung: Souveräne Infrastruktur für Europa
Schwarz Digits leistet mit Lösungen in den Bereichen Cloud, Cyber
-Sicherheit, Künstliche Intelligenz, Kommunikation und Workplace
einen wichtigen Beitrag zur digitalen Souveränität Deutschlands und
Europas. Die wachsende Relevanz des Themas spiegelt sich in einem
deutlichen Umsatzplus der IT- und Digital-Sparte der Schwarz Gruppe
von 15,8 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,9 Milliarden
Euro) wider. Als zentraler Wachstumstreiber erwies sich die steigende
Nachfrage deutscher und europäischer Unternehmen nach der souveränen
Cloud-Lösung STACKIT. Ein entscheidender Meilenstein war zudem der
Spatenstich für das 200-Megawatt-Rechenzentrum in Lübbenau – eine
signifikante Investition in eines der modernsten Rechenzentren
Europas. Zur Sicherung der digitalen Souveränität baute die Sparte
technologische Partnerschaften weiter aus, unter anderem in den
Bereichen Cybersicherheit und datengetriebene Verteidigungsfähigkeit.
Über die strategische Kooperation mit dem Bundesamt für Sicherheit in
der Informationstechnik (BSI) treibt Schwarz Digits zudem die
Entwicklung souveräner Cloud-Lösungen für die öffentliche Verwaltung
voran.
Strategisches Voraushandeln als Erfolgsfaktor
„Die Unternehmen der Schwarz Gruppe sind trotz wirtschaftlicher
und geopolitischer Krisen auch im Geschäftsjahr 2025 deutlich
gewachsen. Diese starke Leistung ist das Verdienst von über 600.000
engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, sagt Gerd
Chrzanowski, Komplementär der Schwarz Gruppe. „Wir haben unsere
Position als Nummer eins in Europa nachdrücklich gefestigt und
treiben unsere erfolgreiche langfristige Strategie des Ökosystems
weiter voran.“
Ausblick: Investitionen in nachhaltiges Wachstum und Souveränität
Im Geschäftsjahr 2026 setzen die Unternehmen der Schwarz Gruppe
ihren Expansionskurs konsequent fort und erhöhen die geplanten
Investitionen auf mehr als 10 Milliarden Euro, wovon allein rund 5
Milliarden Euro auf den Standort Deutschland entfallen. „Mit
gezielten Investitionen und strategischen Partnerschaften stärken wir
die Zukunftsfähigkeit unseres Ökosystems. Wir übernehmen
Verantwortung am Wirtschaftsstandort Deutschland und leisten unseren
Beitrag für ein starkes souveränes Europa“, sagt Gerd Chrzanowski. Im
Zentrum der Investitionen stehen die Stärkung des Kerngeschäfts und
der Ausbau von Marktanteilen im stationären Handel sowie die
langfristige Sicherung der digitalen Unabhängigkeit und der
Souveränität von Ressourcen und Versorgung.
Stichtag der Bilanz ist der 28. Februar 2026. Der aggregierte
Gesamtumsatz beinhaltet sämtliche handelsrechtlichen Umsätze.
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