Eder/Kugler/Marchetti/Zarits: Fairness im Frauensport sicherstellen

Wien (OTS) – „Der FPÖ-Antrag, den wir heute im Nationalrat
diskutieren, richtet
sich an die falsche Adresse: Die konkreten Teilnahmebestimmungen
werden nicht von Bundesregierung oder Parlament, sondern von
autonomen, vielfach internationalen Sportverbänden festgelegt. Wir
unterstützen allerdings das grundsätzliche Ziel des Antrags,
Sportlerinnen in diesem Zusammenhang vor Benachteiligung,
Gesundheitsgefährdung und Verlust von Chancengleichheit zu schützen.
Frauenbewerbe sollen auch Frauen vorbehalten bleiben. Der Antritt von
sogenannten Transgender-Frauen bzw. trans-identifizierten Männern in
Frauenwettbewerben steht Fairness und Chancengleichheit im Sport
entgegen“, erklärten heute die ÖVP-Menschenrechtssprecherin Abg.
Gudrun Kugler und die ÖVP-Abg. und ehemalige Spitzensportlerin Heike
Eder anlässlich der Debatte „Schutz des Frauensports –
Teilnahmepflicht nach dem biologischen Geschlecht“ im Nationalrat.

Auch ÖVP-Abg. Nico Marchetti unterstreicht: „Der FPÖ-Antrag ist
absolut deplatziert – er richtet sich an die falsche Adresse – die
Zuständigkeit für die konkreten Teilnahmebestimmungen liegt nicht bei
der Bundesregierung oder dem Parlament. Diese Regeln werden von
autonomen, vielfach internationalen Sportverbänden festgelegt.“
Marchetti begrüßt allerdings ausdrücklich, „dass der Schutz des
Frauensports und die Bedeutung biologischer Unterschiede weltweit
wieder in den Mittelpunkt rücken. Frauen und Mädchen haben ein Recht
auf fairen und sicheren Sport – und genau dieses Recht schützen wir,
indem wir Frauen ihre eigene Kategorie sichern und die Einteilung im
Sport an biologischen Voraussetzungen orientieren. Das ist keine
Frage der Ausgrenzung, sondern eine Frage der Fairness. Ein fairer
Wettbewerb ist die Grundlage für Leistung, Anerkennung und
sportlichen Erfolg. Menschen, die sich als trans identifizieren,
sollen selbstverständlich weiter Sport treiben, aber in jener
Kategorie, die ihrem biologischen Geschlecht entspricht.“

ÖVP-Sportsprecher Abg. Christoph Zarits verweist ebenfalls auf
die Zuständigkeitsverteilung: „Der FPÖ-Antrag überschreitet die
Zuständigkeiten des Nationalrats und lässt die Autonomie der
Sportverbände außer Acht. Wer mehr Mädchen und Frauen für den Sport
begeistern und ihnen faire Chancen im Leistungs- und Wettkampfsport
bieten will, muss sicherstellen, dass Frauenbewerbe ihren Charakter
als faire und sichere Wettkämpfe bewahren.“

Die ehemalige Spitzensportlerin Abg. Heike Eder dazu: „In den
vergangenen Jahren wurden in der öffentlichen Debatte die Perspektive
und Erfahrungen jener Athletinnen oft übersehen, die Nachteile in
ihrer eigenen Kategorie erleben und deren Chancen auf Medaillen,
Qualifikationen oder sportliche Anerkennung beeinträchtigt werden
können. Es geht auch um die Sicherheit der Frauen – insbesondere im
Kontaktsport – Männer sind einfach zumeist größer und stärker, das
bringt Verletzungsgefahr. Ebenso die ⁠Situation beim gemeinsamen
Umkleiden, Duschen, Unterbringung, etc. Wir stehen klar für Fairness
im Frauensport, aber die Regeln dafür werden von internationalen
Fachverbänden festgelegt – dafür ist der Nationalrat schlicht nicht
zuständig.“

ÖVP-Menschenrechtssprecherin Gudrun Kugler: „Viele nationale und
internationale Sportverbände richten ihre Regelwerke wieder am
biologischen Geschlecht aus. Wir alle begrüßen ausdrücklich, dass der
Schutz des Frauensports und die Bedeutung biologischer Unterschiede
von den Sportverbänden ernst genommen werden.“ (Schluss)