AK: Rascher Beschluss eines ambitionierten Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetzes zwingend nötig für leistbare Energie

Wien (OTS) – Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und die
enormen
Preisausschläge des vergangenen Winters führen es deutlich vor Augen:
Österreich muss seine Abhängigkeit von teuren, fossilen
Energieimporten drastisch reduzieren. Die Arbeiterkammer pocht daher
auf eine rasche Einigung beim Erneuerbaren-Ausbau-
Beschleunigungsgesetz (EABG). „Nur durch einen zügigen Ausbau von
erneuerbaren Energien, Netzen und Speichern lassen sich
Versorgungssicherheit und leistbare Energiepreise für Konsument:innen
und die Wirtschaft langfristig garantieren“, erklärt Tobias
Schweitzer, AK Wirtschafts-Bereichsleiter.

Die hohe Importabhängigkeit während der vergangenen Heizsaison
sowie die jüngsten Preisaufschläge im Zuge des Angriffs auf den Iran
haben die Verwundbarkeit des heimischen Energiemarktes klar
aufgezeigt. Das EABG muss hier nun mit ambitionierten Ausbauzielen
einen grundlegenden Befreiungsschlag setzen. Angesichts der zähen
politischen Verhandlungen fordert die AK den Bund und die Länder auf,
an einem Strang zu ziehen. Alle Beteiligten müssen jetzt über ihren
parteipolitischen Schatten springen und gemeinsam einen Beitrag für
eine sichere Energiezukunft leisten.

„Wir befinden uns – mit einem relativ kurzen Abstand – bereits in
der zweiten Energiekrise. Es ist fast paradox, dass ein Gesetz, das
Beschleunigung bringen soll, so lange braucht, um beschlossen zu
werden“, konstatiert Schweitzer angesichts des drohenden Stillstands.
„Wir brauchen jetzt endlich Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren, der
Speicher und der Netze.“