SPÖ-Schieder: Albaniens EU-Beitritt – wichtiger denn je!

Wien (OTS) – Nächste Woche wird der Bericht über die Fortschritte im
EU-
Beitrittsprozess Albaniens im Plenum des Europäischen Parlaments in
Straßburg abgestimmt. Andreas Schieder, SPÖ-Delegationsleiter, ist
ständiger Berichterstatter und somit zuständig für den Albanien-
Bericht. Er äußert sich vorab: „Der EU-Beitrittskandidat Albanien
steht bereits mit einem Fuß in der Tür der Europäischen Union und die
Regierung konnte in den letzten Jahren enorme Fortschritte bei der
Umsetzung von Reformen verzeichnen. 94% der albanischen Bevölkerung
sind für einen EU-Beitritt und dieser Enthusiasmus ist für jeden
spürbar, der das Land besucht. Albaniens Ziel, die
Beitrittsverhandlungen bis Ende 2027 abzuschließen, ist bei weitem
kein Traum mehr, sondern eine realistische Perspektive. Der
diesjährige Bericht rückt soziale Fragen in den Mittelpunkt und
stellt klar: Nur mit einem starken Sozialsystem, Gewerkschaften mit
echtem Mitspracherecht, wasserdichten Gesetzen zum
Arbeitnehmer:innenschutz, sowie Umweltschutz, können wir das Tor in
die EU auch vollständig aufstoßen. Ich bin davon überzeugt, dass
Albanien es schafft auch diesen Schritt zu gehen.“ ****

Schieder sieht aber auch die Bedenken über mögliche Verstöße
gegen den Naturschutz in Albanien und den wachsenden Einfluss von
Superreichen wie Kushner und Co.: „Überall auf der Welt beobachten
wir, wie Superreiche sich unter den Nagel reißen, was ihnen gefällt.
Naturräume dürfen jedoch kein Spielzeug der globalen Elite werden,
die versuchen sich mit Geld und der Unterstützung des einflussreichen
Schwiegervaters, sowie des albanischen ,Möchtegern-Trumps‘ Berisha,
die Welt zu erkaufen. Sowohl im letzten Jahr als auch im diesjährigen
Fortschrittsbericht haben wir als EU-Parlament darauf gepocht, dass
nachhaltiger Tourismus der einzige Weg für ein Land wie Albanien sein
kann. Tourismus bringt Wirtschaft und Arbeitsplätze, aber davon kann
das Land auch nur langfristig profitieren, wenn die Natur dabei nicht
unter die Räder gerät. Aus diesem Grund hat die Europäische Union
auch klare Vorgaben, welche die Bebauung von unberührter Natur ganz
klar reguliert. Diese werden auch für Albanien geltend, sobald das
Land Teil der EU ist. Somit sind die Bedenken der Bevölkerung durch
den EU-Beitritt auch bestmöglich adressiert. Der wachsende Einfluss
im Westbalkan stellt aber auch eine geostrategische Problematik da.
Wenn Kushner sich im Westbalkan einkauft und gleichzeitig Russland
und China in die Region drängen, macht die EU sich eine
sicherheitspolitische Flanke auf der Landkarte auf. Die EU und
Albanien müssen daher weiterhin Hand in Hand zusammenarbeiten, um den
Beitrittsprozess gründlich, aber zügig, voranzutreiben.“ (Schluss) ff