50 Jahre Österreichischer Seniorenrat: Ein halbes Jahrhundert als „starke Stimme“ im Nationalratssaal gewürdigt

Wien (OTS) – Mit einem feierlichen und hochkarätig besetzten Festakt
im
Sitzungssaal des Nationalrates feierte der Österreichische
Seniorenrat heute Vormittag sein 50-jähriges Bestehen. Was im Jahr
1976 als mutiger Aufbruch begann, wurde von den Spitzen des Staates
und der Sozialpartnerschaft als unverzichtbare Säule des modernen
österreichischen Sozialstaates gewürdigt.

Erstmals stehen mit Ingrid Korosec und Birgit Gerstorfer zwei
Frauen an der Spitze des Seniorenrats. Beide Präsidentinnen sehen
darin ein wichtiges Signal an die Gesellschaft und insbesondere an
die Frauen.

Korosec: „Es wird nicht mehr über ältere Menschen geredet,
sondern mit ihnen“

In ihren einleitenden Worten zog Ingrid Korosec, Präsidentin des
Österreichischen Seniorenrates, eine stolze Bilanz über fünf
Jahrzehnte erfolgreiche Interessenvertretung: „Seit fünf Jahrzehnten
ist der Österreichische Seniorenrat DIE starke Stimme für ältere
Menschen in unserem Land. Mit unserem beharrlichen Einsatz haben wir
die ältere Generation in die Mitte der Gesellschaft gerückt. Es wird
nicht mehr über sie geredet, sondern mit ihnen.“

Heute reden und gestalten rund 2,5 Millionen Seniorinnen und
Senioren in Österreich aktiv mit. Angesichts zukünftiger
Herausforderungen – von der sozialen Sicherheit über altersgerechte
Arbeitsplätze bis hin zu Digitalisierung und KI – erneuerte Korosec
eine zentrale Kernforderung: „Dafür ist es unerlässlich, dass wir,
der Österreichische Seniorenrat, in Zukunft als gleichberechtigter
Sozialpartner nicht nur formal, sondern auch faktisch anerkannt und
selbstverständlich in alle Bereiche eingebunden werden, die ältere
Menschen betreffen.“

Gerstorfer: Formale Anerkennung als echter Sozialpartner mit
Stimmrecht überfällig

Präsidentin Birgit Gerstorfer knüpfte an die historischen
Meilensteine und die zukunftsweisende Kraft der Organisation an:
„Fünf Jahrzehnte Österreichischer Seniorenrat stehen für eine starke,
geeinte Stimme der älteren Generation in unserem Land. Als
Zusammenschluss der größten Seniorenorganisationen ist der
Seniorenrat bis heute in dieser Form einzigartig.“

Durch die Zusammenarbeit engagierter Persönlichkeiten konnten
über Jahrzehnte hinweg maßgebliche Verbesserungen erreicht werden –
von der nachhaltigen Sicherung der Pensionen über Meilensteine im
Pflegebereich bis hin zur gesellschaftlichen Anerkennung der
Lebensleistung. Mit Blick auf die kommenden Jahrzehnte betonte
Gerstorfer: „Der Seniorenrat hat wesentlich dazu beigetragen, dass
die Anliegen der Seniorinnen und Senioren gehört werden. Gerade
deshalb ist es an der Zeit, diese wichtige Rolle auch endlich formal
anzuerkennen und den Österreichischen Seniorenrat als echten
Sozialpartner mit Stimmrecht zu etablieren.“

Breite Würdigung durch Politik, Wissenschaft und Sozialpartner

Nationalratspräsident Walter Rosenkranz eröffnete die
Veranstaltung im Nationalratssaal. In feierlichen Videobotschaften
dankten Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler
Christian Stocker der Organisation für ihren unermüdlichen
zivilgesellschaftlichen Einsatz.

Staatssekretär Alexander Pröll, Bundesministerin Korinna Schumann
sowie die Präsidentin der Bundesarbeitskammer, Renate Anderl,
beleuchteten in ihren Ansprachen die enge Verflechtung und die
gemeinsamen Erfolge in der österreichischen Sozialpolitik.

Für einen inspirierenden Blick nach vorne sorgte der renommierte
Genetiker Prof. Markus Hengstschläger mit seinem Festvortrag
„Zwischen Erfahrung und Fortschritt: Chancen und Visionen für eine
Gesellschaft des langen Lebens“.

Musikalisch feierlich umrahmt wurde die Veranstaltung durch das
Ensemble der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (MDW).
Heilwig Pfanzelter führte durch den Vormittag.

Festschrift „Starke Stimme“ blickt zurück auf 50 Jahre
Seniorenpolitik zurück

Anlässlich der Feierlichkeit wurde auch eine Festschrift mit dem
Titel „50 Jahre – Starke Stimme“ aufgelegt, die auf die
Erfolgsgeschichte dieser Interessenvertretung zurückblickt und ab
sofort auf der Homepage des Seniorenrates zum Herunterladen
bereitsteht.

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