Wien (OTS) – Rechtzeitig zur Fußball-WM veröffentlicht der Verein für
Konsumenteninformation (VKI) im Rahmen des Testformats „Taste:Check“
die Ergebnisse einer Verkostung gesalzener Kartoffelchips: Zehn
Produkte, darunter vier Markenprodukte und sechs Eigenmarken, wurden
von 68 Konsument:innen in einer Blindverkostung hinsichtlich
Aussehen, Geruch, Knusprigkeit und Geschmack beurteilt. Fazit:
Markenprodukte belegen die vorderen Plätze, doch auch Eigenmarken
schneiden meist gut ab. Gesamt wurden 8 „gute“ und 2
„durchschnittliche“ Bewertungen vergeben. Die ausführlichen
Ergebnisse gibt es auf www.vki.at/kartoffelchips-2026 .
Gesalzene Preise
Die Preisspanne der verkosteten Chips ist enorm, wobei ein
Premium-Preis nicht automatisch „Premium-Geschmack“ bedeuten muss: So
bilden die Spar Premium-Chips mit gesalzenen 21,90 Euro pro Kilogramm
das Schlusslicht – wenn auch noch mit einer insgesamt
„durchschnittlichen“ Bewertung. „Gute“ Chips gibt es hingegen bereits
um 5,96 Euro pro Kilogramm als Eigenmarke. Auf den vordersten Plätzen
liegen allerdings bekannte Markenprodukte – allen voran die
österreichische Traditionsmarke „Kelly’s“, gefolgt von Lorenz und
Lay‘s. Deren Kilopreise bewegen sich zwischen 16,60 und 19,93 Euro.
Was macht perfekte Kartoffelchips aus?
Goldgelb frittiert und knusprig – so stellen sich Konsument:innen
gesalzene Kartoffelchips vor. Der Salzgehalt sollte ausgewogen sein,
ohne den natürlichen Kartoffelgeschmack zu überdecken. „Zu blasse
Farbe, ein zu fettiger oder salziger Geschmack wurden in der
Verkostung ebenso kritisiert wie ein zu geringer Salzgehalt oder zu
dick geschnittene Kartoffelscheiben“, erläutert Projektleiterin
Teresa Bauer.
Den 68 Verkoster:innen war nicht bekannt, welche Marke oder
Eigenmarke sich hinter dem Produkt verbirgt. Zwischen den Proben
wurden Wasser sowie Apfelscheiben bereitgestellt, um den
Geschmackssinn zu neutralisieren.
Salz- und Fettbomben
„Fett und Salz verleihen Knabbersnacks wie Chips zwar Geschmack,
aufgrund ihrer Nährwerte sollten sie idealerweise aber nur selten und
in Maßen genossen werden“, erinnert VKI-Ernährungswissenschafterin
Teresa Bauer. Neun der zehn verkosteten Chips weisen einen Nutri-
Score von D auf, lediglich ein Produkt (Spar Premium Kartoffelchips)
erreicht den Nutri-Score C. Dabei handelt es sich um jenes Produkt,
das bei der Verkostung am wenigsten überzeugen konnte.
Herkunftsangabe nicht zwingend
Auf Verpackungen von Kartoffelchips muss die Herkunft der
verwendeten Kartoffeln nicht angegeben werden, da es sich um ein
verarbeitetes Produkt handelt. Herkunftsangaben erfolgen daher auf
freiwilliger Basis. Folglich machen nur wenige Hersteller dazu
konkrete Angaben. „Mehr Transparenz wäre aus Konsument:innensicht
jedenfalls wünschenswert“, betont Teresa Bauer. „Nicht zuletzt, weil
die Verwendung österreichischer Kartoffeln bzw. Erdäpfel für viele
Konsument:innen ein wichtiges Kaufargument sein kann.“
SERVICE: Die ausführlichen Testergebnisse gibt es auf
www.vki.at/kartoffelchips-2026 .