Umweltdachverband: Trotz Regen keine Entwarnung – Trockenheit wird zur Zukunftsfrage für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Natur

Wien (OTS) – – Umweltdachverband fordert mehr Wasserrückhalt in der
Landschaft –
gemeinsame Projekte mit der österreichischen Land- und
Forstwirtschaft entwickeln Lösungen für Wasserrückhalt, Feuchtflächen
und regionale Wasserresilienz

Trotz des Regens in den letzten Wochen ist der Wasserhaushalt in
Österreich noch immer stark unter Druck. Es ist zu trocken. Schon
Ende April wiesen laut Erhebung des BMLUK mehr als 70 Prozent der
Grundwassermessstellen niedrige Wasserstände auf. Aktuelle Analysen
zeigen, dass sich die Situation trotz einzelner Niederschläge
vielerorts nicht nachhaltig entspannt hat. Die zunehmenden
Trockenperioden machen deutlich, dass Österreich beim Umgang mit
Wasser umdenken muss. Der Umweltdachverband fordert daher einen
stärkeren dezentralen Wasserrückhalt und den Schutz natürlicher
Wasserspeicher wie Feuchtgebiete, Feuchtwiesen und naturnahe
Gewässer. „Trockenheit ist längst nicht mehr nur ein Problem
einzelner Regionen oder einzelner Sektoren. Sie wird zu einer der
zentralen Herausforderungen für Land- und Forstwirtschaft,
Biodiversität und Wasserhaushalt in Österreich. Die entscheidende
Frage ist zusätzlich zur fehlenden Regenmenge, ob und wie wir das
Wasser in der Landschaft halten können“, sagt Kurt Lichtenwöhrer ,
Biodiversitätsexperte und Projektleiter im Umweltdachverband.

Zwtl.: Projekte entwickeln Lösungen für Landwirtschaft,
Forstwirtschaft und Wasserhaushalt

Mit den Projekten „Wasser, Landwirtschaft und Lebensräume“ und
„Wasser.Wald.Biodiversität“ arbeitet der Umweltdachverband mit
Projektpartner:innen gemeinsam an Lösungen zur Verbesserung des
Wasserhaushalts auf land- und forstwirtschaftlichen Flächen. Ziel ist
es, den Wasserrückhalt in der Landschaft zu stärken, die
Wiedervernässung voranzutreiben und gleichzeitig Biodiversität,
Klimaschutz und land- und forstwirtschaftliche Interessen zu
berücksichtigen. Dazu werden Erfahrungen aus ganz Österreich erhoben,
regionale Lösungsansätze diskutiert und entwickelt und konkrete
Pilotmaßnahmen gemeinsam mit Bewirtschafter:innen initiiert und
durchgeführt. „ Feuchtflächen sind keine verlorenen
Produktionsflächen. Sie speichern Wasser, stabilisieren regionale
Wasserhaushalte und fördern die Biodiversität. Davon profitieren
nicht zuletzt auch die Bewirtschafter:innen selbst . Wir fordern
daher, neben der Reduktion der Bodenversiegelung insbesondere den
Schutz und die Wiederherstellung von Feuchtlebensräumen stärker in
den Mittelpunkt der Klimaanpassung zu rücken. Eine intakte Landschaft
ist einer der wirksamsten und zugleich kostengünstigsten
Wasserspeicher, den wir haben “, so Lichtenwöhrer abschließend.

Weitere Infos zu den Projekten „ Wasser, Landwirtschaft und
Lebensräume “ und „ Wasser.Wald.Biodiversität “.