Wien (OTS) – Innenminister Gerhard Karner, OeNB-Gouverneur Martin
Kocher und OeNB-
Direktor Josef Meichenitsch unterzeichneten am 8. Juni 2026 in Wien
eine neue gemeinsame Sicherheitspartnerschaft. „Die Polizei hat in
den vergangenen Jahren verstärkt Maßnahmen zur Prävention vor
Straftaten im Internet gesetzt – so auch mit dieser Kooperation. Die
Oesterreichische Nationalbank ist ein starker Partner, der viel
Kompetenz zum sicheren Bezahlen mitbringt“, sagte Innenminister
Gerhard Karner die Partnerschaft.
Ziele der Sicherheitspartnerschaft
Ziele dieser Zusammenarbeit sind die Sensibilisierung und
Stärkung der Resilienz von Bürgerinnen und Bürgern in Österreich,
insbesondere Schülerinnen und Schülern sowie Seniorinnen und
Senioren. Damit werden wichtige Zielgruppen mit Informationen zu
„Sicheres Bezahlen“ und „Betrugsmaschen im finanziellen Bereich“
versorgt sowie das gegenseitige Verstehen der jeweiligen
altersspezifischen Herausforderungen gefördert. Durch die Bündelung
von Kompetenzen wird ein wichtiger Beitrag zur Betrugsprävention
geleistet.
OeNB-Gouverneur Martin Kocher betonte: „Die Oesterreichische
Nationalbank engagiert sich seit vielen Jahren intensiv für
Wirtschafts- und Finanzbildung in Österreich. Der Ausbau dieses
Engagements ist ein wichtiger Bestandteil der neuen OeNB-Strategie.
Durch die Sicherheitspartnerschaft mit dem Innenministerium setzen
wir nun einen weiteren Schritt in diesem Bereich. Betrugsmaschen
werden immer professioneller und treffen Menschen aller
Altersgruppen. Deshalb wollen wir Menschen frühzeitig für Risiken
sensibilisieren und das Bewusstsein für sicheres Bezahlen stärken.
Die Zusammenarbeit verbindet finanzielle Bildung mit praktischer
Präventionsarbeit und trägt dazu bei, die Bevölkerung über
Betrugsrisiken, sicheres Bezahlen und den verantwortungsvollen Umgang
mit Geld besser zu informieren sowie das Vertrauen in den
Zahlungsverkehr zu stärken.“
„Betrügerinnen und Betrüger werden immer dreister und arbeiten
mit immer ausgefalleneren Tricks, um an das hart verdiente Geld ihrer
Opfer zu kommen. Jede und jeder von uns kennt diese WhatsApp-
Nachricht mit windigen Investment-Angeboten, den Fake-Anruf oder die
SMS vom Enkerl, der Nichte oder dem Sohn, die oder der das Handy
verloren hat und ein bisschen Geld braucht. Dagegen hilft am besten
Bewusstsein schaffen, kritisches Hinterfragen und eine gute Portion
Vorsicht. Als Oesterreichische Nationalbank freuen wir uns, dass wir
gemeinsam mit der Polizei einen Beitrag zu mehr Sicherheit leisten
können“, sagte der für Finanzbildung verantwortliche OeNB-Direktor
Josef Meichenitsch.
Projekt „Generationen gemeinsam sicher“
Die erste Initiative der Sicherheitspartnerschaft ist die
österreichweite Ausrollung des Projekts „Generationen gemeinsam
sicher“ – ein generationenübergreifendes Projekt zur Stärkung der
finanziellen Sicherheit, vor allem im digitalen Raum. Die Projekttage
werden gemeinsam von „GEMEINSAM.SICHER mit unserer Polizei“ (
Bundesministerium für Inneres) und der OeNB organisiert und
durchgeführt.
In Projekttagen, die jeweils in Schulen und Seniorinnen- und
Senioren-Einrichtungen stattfinden, vermitteln Polizei und Lehrkräfte
praxisnahes Wissen und fördern den Austausch zwischen den
Generationen. Ziel ist es, das Vertrauen in sichere Zahlungsformen zu
stärken, Betrug vorzubeugen und die finanzielle Kompetenz in der
Bevölkerung zu erhöhen.
Ergänzend wird die Wirkung dieser Bildungsmaßnahme durch eine
freiwillige Phishing-Simulation evaluiert. Alle Informationen zum
Projekt und zur Phishing-Simulation sind auf
https://finanzbildung.oenb.at/generationen zu finden.