Minimal-invasive Adipositasbehandlung mittels Gastroskopie und Fundus-Ablation erstmals in Österreich

Wien (OTS) – Durch die Ablation, die im Rahmen einer Gastroskopie
durchgeführt
wird, kommt es zu einer Verödung des oberen Magenbereichs, des
Fundus, wodurch die Produktion des Hungerhormons Ghrelin reduziert
wird und (Heiß-)hunger bei den Patient:innen abnimmt. Damit wird die
Gewichtsreduktion unterstützt.

Adipositas ist in Österreich ein wachsendes Gesundheitsproblem
und Risikofaktor für bestimmte Erkrankungen wie beispielsweise Typ-2-
Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch Gelenks- oder
Rückenbeschwerden. Behandlungsoptionen sind Ernährungs- und
Bewegungstherapie und bei starker Adipositas die chirurgische
Magenverkleinerung. Auch medikamentöse Behandlungen nehmen immer mehr
zu.

„ Zahlreiche Menschen mit Adipositas und Übergewicht haben
aufgrund von Heißhunger und auch Hungerattacken Probleme mit der
Gewichtsreduktion. Hier ist es wichtig anzusetzen, um langfristige
Behandlungserfolge zu ermöglichen. Mit der gastrischen Mukosaablation
erreichen wir genau das ,“ erklärt Prim. Prof. Priv.-Doz. Dr. Arnulf
Ferlitsch, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin I, der mit
seinem Team um Oberarzt Dr. Christian Schweitzer die erste
Mukosaablation zur Adipositasbehandlung in ganz Österreich
durchgeführt hat.

Die Behandlung wurde – ohne der Notwendigkeit eines Schnitts
durch die Haut – im Rahmen einer Magenspiegelung (Gastroskopie) unter
Vollnarkose durchgeführt. Sie dauerte in etwa 45 Minuten und die
Patientin konnte am nächsten Tag nach Hause gehen. Sie ist wohl auf
und hat auch bereits 6 kg abgenommen.

Zwtl.: Die Funktionsweise

Bei der gastrischen Mukosaablation kommt ein Hybridgerät zum
Einsatz, welches einerseits die tieferen Gewebeschichten des Fundus
durch die Injektion von Flüssigkeit schützt und andererseits die
obere Schleimhaut des Fundus verödet. Durch diese Verödung wird die
Produktion des Hormons Ghrelin reduziert und der Grehlin-Spiegel im
Blut sinkt. Dadurch nimmt das Hungergefühl ab, es wird weniger
gegessen bzw. bewusster, wodurch es in weiterer Folge zu einer
Gewichtsreduktion kommen kann.

„Ich gratuliere Prof. Ferlitsch und seinem Team zur ersten
gastrischen Mukosaablation in Österreich. Es ist ein Meilenstein in
der Behandlung von Adipositas, der Wirkung zeigt und vor allem
schonend für die Patientinnen und Patienten ist. Wir bieten damit
einmal mehr modernste Medizin, die den Menschen und seine Bedürfnisse
in den Mittelpunkt stellt, “ so Krankenhaus-Gesamtleiter Dir. Ivan
Jukić, MAS.