Wien (OTS) – Dr. Sonja Sagmeister plädiert an die Stiftungsräte, dass
ALLE 13 ORF-
KANDIDATEN – die in der ersten Auswahlrunde (laut EU
Ausschreibungskriterien ) als geeignet beurteilt wurden, ihr Programm
auch mündlich im Hearing präsentieren dürfen. Ein Ausschluss der
Hälfte aller Bewerber:innen mit der sogenannten “Ösi Klausel” rückt
den Auswahlprozess rund um den ORF- Generalsposten in ein schiefes
Licht. Damit könnte sich rund um das Prozedere ein ähnliches
Spannungsfeld ergeben, wie nach dem Rücktritt des ehemalige ORF-
Generaldirektors Weißmann, als sich der ORF-Vorsitzende auf
juristisch unsicheres Parkett begeben hat. Rund um den Bestellvorgang
gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder kennt Heinz Lederer das
Europäische Meinungsfreiheitsgesetz nicht im Detail, oder er hat
nicht verstanden, dass ein Hearing- Ausschlusses der anderen
Kandidat:innnen (die von KEINEM Freundeskreis bisher nominiert wurden
), das europäische EMF-Gesetz ad absurdum führen würde.
Deshalb folgende 7 FRAGEN zu Ausbildungsnachweisen, die Lederer,
als “obersten Stiftungsrat” für das ORF-Hearing zur Personalauswahl
befähigen:
1.) Welcher Lebenslauf qualifiziert Sie, diesen Stiftungsrat in
die ORF-Zukunft zu führen?
Warum findet man bis dato weder Information zu einer
abgeschlossenen Lehre noch zu einem abgeschlossenen, einschlägigen
Studium, das Fähigkeiten unterstreichen würde, um die richtige
Auswahl für die Führung eines Milliarden-Konzerns wie den ORF
maßgeblich mitzuentscheiden?
2.) Haben Sie eine Ausbildung zum Aufsichtsrat um Fehler bei der
Zulassung zum ORF-Hearing auszuschließen und Klagen zu vermeiden?
3.) Wie kommt es dazu, dass gut informierte Kreise behaupten,
Dr.in Sonja Sagmeister wäre nicht geeignet, weil ihr ORF- Konzept “zu
rudimentär” wäre?
Ein ORF Konzept in der Bewerbung war laut Ausschreibung
“erwünscht“, aber kein Muss.
Sagmeisters Konzept ist klar: „Gegen Postenschacher und für
unabhängigen Journalismus“. Sparkonzepte können erst seriös
erarbeitet werden, sobald der Rohbericht des Rechnungshofes aufliegt!
Alle Kandidaten sind gerne bereit, ihre Konzepte mündlich zu erörtern
und etwaige, offene Fragen im Hearing zu beantworten
4.) Haben Sie Coaching oder Sensibilisierungskurse zu
Gleichstellung und Anti-Diskriminierung absolviert?
Im ORF kam es beim Umgang mit hoch qualifizierten Frauen, immer
wieder zu Missständen und Täter blieben über Jahre sanktionsbefreit –
unter den Augen aller Stiftungsräte. Erst nach öffentlichem Druck,
reagierte ein Stiftungsrat. Nach den “Ekelchats” rund um Ex-ORF
General Weißmann sind wieder zwei Männer medial in Favoriten-Rolle
gerutscht und wurden auch von Ihnen nominiert. Welche Signal sendet
man damit?
5.) Zählt für Sie als Vorsitzender “öffentlich-rechtliches
Mindset” bei Nominierung?
Nominiert wurden 3 Kandidaten, die bei Privatsendern den
öffentlich-rechtlichen Auftrag teilweise konterkarikiert (
Breitenecker, Altenburger, Schütz) haben. Dennoch wollte man sie
ZULASSEN. Das zeigt einerseits Offenheit, andererseits aber
inkonsistente Argumente rund um die Hearing- Auswahl.
6.) Schließen Sie aus, dass Sie vor der Entscheidung rund um
Hearing-Zulassung mit Politikern, “Spin-Doktoren” wie Gerald
Fleischmann informell gesprochen haben, um richtigen Wind für
“Favoriten” oder “Personalpakete” zu machen? Ist Ihnen bewusst, dass
jegliche Nennung von “Personalpaketen” durch ORF Generals-Kandidaten,
EU Ausschreibungskriterien widerspricht und Kandidaten
disqualifizieren könnte, da es nach “Postendeals” im ORF riechen
könnte?
7.) Ist Ihnen bewusst, dass man mit der “Ösi- Klausel” (Nennung
eines Stiftungsrats für Einladung in das Hearing nötig) EU-Vorgaben
ad absurdum führen würde?
Die Tiroler Tageszeitung, KRONE, oe24, der Standard , Salzburger
Nachrichten, haben berichtet, dass Sonja Sagmeister eine Welle der
Unterstützung aus der Bevölkerung erfährt: nicht nur via social
media, sondern auch aus der Zivilgesellschaft. Für die Nominierung
eingesetzt haben sich: Franz Fischler (ehem. Präsident Forum Alpbach/
EU Kommissar), Spitzendiplomat Wolfgang Petritsch (Präsident Kreisky
Forum, Austrian Marshall Plan). Auch Top-Journalisten wie Mathew
Karnitschnig (vormals POLITICO) und der interim. Präsident des
Weltwirtschaftsforums in Davos Peter Brabeck-Letmathe sind überzeugt,
dass Sonja Sagmeister alle Qualitäten mitbringt um für einen
öffentlich rechtlichen Sender in Sinne der Gebührenzahler zu kämpfen.
Das Komitee wird abgerundet durch die Heldin im Kampf gegen
“Postendeals im Finanzamt Braunau” Dr. Christa Scharf. Ignoriert der
Stiftungsratsvorsitzende das Europäische Medienfreiheitsgesetz,
könnte er dafür haftbar gemacht werden. Bis Montag Vormittag läuft
die Nenn-Frist. Bis dato wurde Sonja Sagmeister von keinem
Stiftungsrat genannt. Ihre Unterstützer: Gebührenzahler:innen und
Menschen mit Zivilcourage. Wer Sonja Sagmeister unterstützt, kann das
mit einem mail an [email protected] tun.