Wien (OTS) – Mit der Ausstellung „Der große Komfort“ des Vorarlberger
Künstlers
Mathias Garnitschnig wird das ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg in
Dornbirn erneut zur Ausstellungsfläche für Vorarlberger
Gegenwartskunst. Am Abend des 2. Juni 2026 eröffneten ORF-
Landesdirektor Markus Klement und Kulturlandesrätin Barbara Schöbi-
Fink gemeinsam die neue Schau. Anschließend sprach
Kulturkoordinatorin Jasmin Ölz vom ORF Vorarlberg mit Mathias
Garnitschnig über seine Arbeit im Beisein von Künstler Marbod
Fritsch, Kurator der Reihe „Kunst im Funkhaus“. DJ Gerry sorgte für
stimmigen Sound zur Eröffnung.
Auseinandersetzung mit Designklassiker
Mathias Garnitschnig (geboren 1979 in Bregenz) studierte
Bildhauerei bei Erwin Wurm und Gerda Fassel an der Universität für
angewandte Kunst in Wien. In seiner künstlerischen Arbeit beschäftigt
er sich mit der Beziehung zwischen Körper, Objekt und Raum sowie mit
der Frage, wie gestaltete Dinge unsere Wahrnehmung beeinflussen. Die
Skulptur, die er für den ORF Vorarlberg entworfen hat, sieht aus wie
ein Sitzmöbel, fordert aber unsere Vorstellungen von Komfort und
Behaglichkeit heraus. Sein Sitzmöbel ist eine Auseinandersetzung mit
dem berühmten Luxussessel LC2 von Le Corbusier, dessen sichtbares
Stahlrohr-Tragegerüst und Würfelform vor knapp 100 Jahren eine
Designrevolution darstellten und der für würdevollen Komfort steht.
Garnitschnigs darauf Bezug nehmende Sitzskulptur hingegen ist eine
Irritation: Zum einen steht der Sessel auf einem Podest, zum anderen
ist er auch alles andere als bequem. In ironischer Auseinandersetzung
stellt sich die Frage: Wir hätten es gerne sorglos-komfortabel – aber
können wir es uns heute noch leisten, uns bequem einzurichten?
International ausstellender Künstler
Seit 2007 ist Mathias Garnitschnig kontinuierlich in
Ausstellungen im In- und Ausland vertreten, unter anderem in Wien,
Dornbirn, Stuttgart und Dubai. Für seine Arbeiten erhielt er mehrere
Auszeichnungen und Stipendien, darunter den Kahnweiler-Preis für
Bildhauerei, das Sussmann-Stipendium sowie den Anerkennungspreis des
Landes Vorarlberg.
Die Ausstellung ist bis 30. August 2026 täglich im Foyer vom ORF-
Landesfunkhaus Vorarlberg in Dornbirn zu sehen.
Rund hundert Gäste bei Ausstellungseröffnung
Bei der Vernissage waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter
aus Politik und Kulturvermittlung sowie Galeristinnen und Galeristen
anwesend, neben Kulturlandesrätin Barbara Schöbi-Fink u.a. auch Cenk
Doğan (Landtagsabgeordneter und Kulturstadtrat Bludenz), Valentin
Sottopietra (Kulturstadtrat Dornbirn), Gerald Mair (Geschäftsführer
Symphonieorchester Vorarlberg), Ellen Tiefenbacher (vorarlberg museum
), Thomas Häusle (Direktor Kunstraum Dornbirn), Dagmar Ullmann-Bautz
(anarttheater), Elke und Herbert Alber (Galerie Arthouse), Belinda
Boch (Galerie c.art), Margot Prax (Galerie.Z), Lisi Hämmerle (Galerie
Lisi Hämmerle), Vincent Abbrederis (ehemaliger Geschäftsleiter des
WUK Werkstätten- und Kulturhaus Wien) und Johannes Inama (Leiter
Küefer-Martis-Huus Ruggell im Fürstentum Liechtenstein).
Unter den Gästen fanden sich auch zahlreiche Künstlerinnen und
Künstler aus Vorarlberg wie Gerold Tagwerker, Uta Belina Waeger,
Valentin Hämmerle, Gernot Riedmann, Edith Hofer, Dominik Buder und
Janine Maria Schneider, Schauspieler Luzian Hirzel vom Ensemble des
Vorarlberger Landestheaters, Regisseur und Schauspieler Walter Küng
sowie Architektin Marina Hämmerle.
Weiters mit dabei waren Angelika Simma-Wallinger (Chefredakteurin
ORF Vorarlberg), Sonja Mohr (Finanzen & Controlling ORF Vorarlberg),
Sebastian Vetter (NEUE Vorarlberger Tageszeitung), Markus Hämmerle (
Stickerei Hämmerle & Vogel), Susanne und Gero Riedmann (Hajek
Riedmann Projekt GmbH), Dieter Heidegger (MShh – Marketing Support)
sowie Uli Zumtobel und Franz Wölfler (Modehaus Zumtobel).