Wien (OTS) – Die Ankündigung der Wirtschaftskammer Österreich (WKO),
bis Ende 2027
rund 200 von 800 Stellen in der Bundesorganisation abzubauen, ist aus
Sicht von UNOS – Unternehmerisches Österreich ein längst notwendiger
Schritt.
„Dass die Wirtschaftskammer ihre Strukturen überprüft und
Personal abbaut, begrüßen wir. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer
mussten in den vergangenen Jahren ihre Betriebe effizienter
aufstellen, Kosten senken und schwierige Entscheidungen treffen. Es
ist nur fair, dass auch die Kammer bei sich selbst ansetzt“, sagt
UNOS Bundessprecher Michael Bernhard.
Der angekündigte Stellenabbau in der Wiener Zentrale könne jedoch
nur ein erster Schritt sein. Der Großteil der Kammerbeiträge
verbleibe in den neun Landeskammern, wo ebenfalls erheblicher
Reformbedarf bestehe.
„Wer von einer schlankeren und effizienteren Wirtschaftskammer
spricht, muss die gesamte Organisation betrachten. Gerade in den
Landeskammern gibt es ausreichend Doppelstrukturen und
Verwaltungsebenen, bei denen ein konsequenter Personalabbau möglich
und auch notwendig wäre. Jetzt sind die Landeskammern gefordert,
ebenfalls jeden vierten Arbeitsplatz sozial verträglich bis Ende 2027
einzusparen“, so Bernhard.
Kritisch sehen UNOS zudem die im Zuge der Reform angekündigte
Integration von Wise Up in das WIFI. „Wenn Bildungsangebote
wirtschaftlich sinnvoll und marktfähig sind, stellt sich
grundsätzlich die Frage, warum die Wirtschaftskammer überhaupt als
Anbieter auftreten muss. Anstatt neue Strukturen innerhalb des
Kammerapparats zu schaffen, sollte man endlich eine Privatisierung
des WIFI ernsthaft diskutieren und sich auf die Kernaufgaben der
Interessenvertretung konzentrieren“, sagt Bernhard.
Für UNOS steht fest: Der angekündigte Personalabbau zeigt, dass
Reformen möglich sind. Entscheidend wird nun sein, ob die
Wirtschaftskammer den Mut aufbringt, diesen Weg konsequent
weiterzugehen – in den Landeskammern ebenso wie in der
Bundesorganisation.
UNOS – Unternehmerisches Österreich vertreten seit 2014 die
Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer und
sind in acht Wirtschaftsparlamenten präsent.
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