Samariterbund zur Wehrdienstdebatte: Zurück an den Start hilft niemandem

Wien (OTS) – Der Samariterbund warnt vor einer weiteren Verzögerung
der Reform von
Wehr- und Zivildienst: „Wie lange wollen wir noch diskutieren? Die
Arbeit ist gemacht, die Vorschläge liegen seit Monaten vor. Jetzt
braucht es endlich eine Entscheidung – und keine weitere
Grundsatzdebatte“, bringt es Wolfgang Dihanits, stv.
Bundesgeschäftsführer des Samariterbundes, auf den Punkt.

Echte Einsatzerfahrung ist die beste Krisenvorsorge

Für den Samariterbund zählt am Ende nur eine Frage: Verbessert
eine Reform die Versorgung der Bevölkerung? Besonders kritisch
bewertet der Samariterbund daher neue Ideen, die den Zivildienst zwar
verlängern, die zusätzliche Zeit aber nicht im regulären Dienst,
sondern bei verpflichtenden Übungen im Bereich Zivilschutz und
Krisenvorsorge vorsehen.

„Dieser Ansatz führt in die komplett falsche Richtung.
Zivildiener leisten mit ihrer Arbeit schon heute einen wesentlichen
Beitrag zu Zivilschutz und Krisenvorsorge. Die beste Vorbereitung auf
den Ernstfall ist nicht das Üben, sondern der echte Einsatz!“, stellt
Dihanits klar.

Planungssicherheit statt neuer Modelle

Für den Samariterbund ist die Schlussfolgerung eindeutig: Die
Empfehlungen der Wehrdienstkommission – insbesondere die Verlängerung
des Zivildienstes auf zwölf Monate – müssen nun rasch umgesetzt
werden. Eine weitere Verzögerung wäre weder für die
Zivildienstträgerorganisationen noch für die Bevölkerung
nachvollziehbar.

„In der Ersten Hilfe gilt: Nur nichts zu tun ist falsch. Dasselbe
gilt auch in der Politik. Die Vorschläge liegen auf dem Tisch. Jetzt
muss endlich gehandelt werden“, so Dihanits abschließend.